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Kranke und Einsame besuchen!

Oncken Stiftung leistet einen Beitrag zur Solidarität

Bad Homburg/Kassel – Zum Besuch von Kranken und Einsamen ermutigt die baptistische OnckenStiftung (Bad Homburg) mit einer ungewöhnlichen Aktion. Sie stellt Christen, die regelmäßig mit Betroffenen in Kontakt sind, kostenlos bis zu zehn Exemplare des Buches „Ich möcht, dass einer mit mir geht“ des früheren Krankenhausseelsorger Ernst-Peter Weldin (1940-2014) zur Verfügung. Wie der Vorsitzende der Stiftung und Leiter des Oncken Verlags (Kassel), Heinz Sager, in der Zeitschrift „Die Gemeinde“ erläutert, hat die Stiftung für diese Aktion 10.000 Exemplare des Buches in einer Neuauflage drucken lassen. Weldin habe die Texte eigens für Menschen geschrieben, „wenn sie im Krankenhaus liegen, alt und vielleicht einsam sind oder aus anderen Gründen zurückgezogen leben“. Mit dem Titel habe der Autor diese Sehnsucht der Betroffenen zum Ausdruck gebracht. Das Buch eigene sich als Geschenk, das die Besuchten gerne in die Hand nehmen. Erfahrungen einer ähnlichen Aktion vor zehn Jahren hätten zudem gezeigt, dass viele nach der Lektüre fröhlicher geworden seien. Das Buch enthält auf 36 Seiten neben Gedichten und biblischen Meditationen dazu passende Stimmungsbilder. Sager räumt ein, dass es ihm persönlich schwerfalle, Alte und Kranke zu besuchen. Umso wichtiger sei es, jene zu ermutigen, die dies gerne täten. Dazu könne eine Spende für die Aktion beitragen.

Bis zu 10 Bücher können bei der OnckenStiftung, Friedberger Straße 107 in 61350 Bad Homburg oder via Email stiftung@oncken.de bestellt werden.  

 

Wer sich nicht sicher sei, dieser Herausforderung gewachsen zu sein, dem empfiehlt der Verlagsleiter die Lektüre des Buches „Bleib an meiner Seite“ des früheren Krankenhausseelsorgers und heutigen Diakoniedozenten an der Theologischen Hochschule Elstal, Prof. Dr. Ralf Dziewas. Es ist gerade in dritter, überarbeiteter Auflage neu erschienen. Sager: „In einer Zeit, in der Menschen immer älter werden, ist dieser Dienst nicht hoch genug zu bewerten.“ Gemeinden empfiehlt er, dieses Buch Mitarbeitern im Besuchsdienst als Dank für ihre Tätigkeit zu schenken.

 

Die 2002 gegründete OnckenStiftung fördert die Verbreitung missionarischer Literatur. Sie ist Eigentümerin des 1828 gegründeten Oncken Verlages (Kassel). Verlag und Stiftung sind nach Johann-Gerhard Oncken (1800-1884) benannt, dem Begründer des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Ihm gehörte zunächst der Verlag. Mit der Verschenk-Aktion will die OnckenStiftung zu den Wurzeln der Verlagsarbeit zurückkehren. Der Verlag hat glaubensweckende und glaubensstärkende Literatur herausgegeben, die dazu beitrug, dass sich die baptistische Freikirche nach 1834 von Hamburg aus zunächst in Deutschland und dann in ganz Europa ausbreiten konnte. Kontakt: stiftung@oncken.de

(06.05.2018, Klaus Rösler)