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Neue Testamente für Metal-Fans

25 Christen waren und 75.000 Besuchern missionarisch aktiv

Wacken

– 25 Christen aus verschiedenen Gemeinden der Region Itzehoe in Schleswig-Holstein waren am Rande des weltgrößten Heavy-Metal-Festivals in Wacken (Kreis Steinburg/Schleswig-Holstein) unter den 75.000 Besuchern im Einsatz, um Bibeln zu verteilen, mit Besuchern zu sprechen und für sie zu beten. Das teilte einer der Organisatoren der Aktion, der Baptistenpastor Stuart Hodgson vom Christuszentrum Itzehoe, der GEMEINDE mit. Seit 2010 habe sich ein Team von Christen aus Landes- und Freikirchen sowie internationalen Gemeinden im Alter zwischen 15 und 78 Jahren auf diese Weise fünf Tage lang engagiert. Rund 7.500 Exemplare der von dem Schweden Johannes Jonsson gestalteten „Metal-Bibel“ seien verteilt worden. Dabei hätten die Mitarbeiter teilweise intensive Gespräche über den christlichen Glauben geführt. „Vereinzelt berichteten Mitarbeiter sogar davon, dass Festivalbesucher spontan Christen geworden seien“, so Hodgson. Zwischen Kirche und Metal-Musik gebe es eine gewisse Spannung, so der Pastor: „Die Kirche ist das letzte, was man erwartet in einer Szene, die man mit Tod und Teufel in Verbindung bringt.“ Umso überraschender sei es gewesen, dass man bei den Gästen eine größere Offenheit gegenüber den christlichen Glauben als in den Vorjahren bemerkt habe. Viele Besucher seien gezielt auf die Mitarbeiter an vier Stellen im Dorf Wacken zugegangenen, um mit ihnen zu reden oder um eine Bibel zu bitten. Allerdings könne er diesen Eindruck nicht in Zahlen fassen. Bei einer Mitarbeiterin hätten sich Festivalbesucher dafür entschuldigt, sich eine Metal-Bibel schenken zu lassen, nur um die dann zu verbrennen. „Das lag ihnen auf der Seele“, so Hodgson. Man hoffe, dass die Neuen Testamente wirklich gelesen werden.

 

Seelsorgerliche Hilfe direkt auf dem Festivalgelände, wohin die Freikirchler nicht kamen, bot ein 20-köpfiges ökumenisches Team aus Pastoren, Diakonen, Psychologen und Studenten an. Dessen Leiterin, Landesjugendpastorin Annika Woydack (Plön), zog ein positives Fazit des Einsatzes. Das Team habe in zahlreichen Fällen helfen können, berichtete sie auf der Internetseite der Nordkirche.

 

Klaus Rösler
(09.08.2019)