drucken Diese Nachrichten werden kostenlos von der OnckenStiftung zur Verfügung gestellt. Wenn Sie uns unterstützen wollen, können Sie das hier tun.

In Deutschland gibt es 160 Bibelgärten

Tagung in Weltersbach: Staunen über Gottes Schöpfung

Weltersbach

– Die 160 Bibelgärten in Deutschland dienen zur Erholung, Andacht und Bildung. Das wurde bei der alle zwei Jahre stattfindenden Tagung der Bibelgärtner deutlich, die vom 5. bis 7. Juli auf dem Gelände des freikirchlichen Diakoniewerks Pilgerheim Weltersbach (Leichlingen bei Düsseldorf) stattfand. Das Werk, das zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden gehört, hat seit 2016 einen eigenen Bibelgarten. An der Tagung beteiligten sich 45 meist ehrenamtlich tätige Mitarbeiter aus 22 Bibelgärten. Wie die Koordinatorin im Bibelgarten-Netzwerk, Pfarrerin Katrin Stückrath (Lünen), der GEMEINDE sagte, zeigen die Bibelgärten in der Regel eine Auswahl der 110 in der Bibel genannten Pflanzen, die hierzulande wachsen können. Dazu zählen Anemonen, Kamille, Lavendel, Oregano, Senf und Weizen wie auch Maulbeerbäume, Weinstöcke und Zedern. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter brächten sich ein, weil sie Bibel und Pflanzen liebten.

Auf dem Treffen stellten Annette und Christian Lukesch den christlichen Rosengarten im Bibelzentrum Barth der Nordkirche an der Ostsee vor. Wie sie sagten, werden dort 50 Rosensorten gezeigt, die alle christliche Namen tragen. Ferner erfuhren die Tagungsteilnehmer, dass die Stadt Xanten bei der Neugestaltung ihres Kurparks einen Bibelgarten angelegt hat. „Warum das geschehen ist, wissen wir noch nicht“, so Stückrath, die zum Thema Bibelgärten ihre Doktorarbeit geschrieben hat. Die Freunde der Bibelgärten entschieden, dass sie ihre Arbeit auf dem Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt am Main vorstellen wollen.

Höhepunkt der Tagung war ein Festgottesdienst in der Christuskirche des Zentrums. Der Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Weltersbach, Christoph Becker, erklärte, dass Bibelgärten daran erinnern, dass alles von Gott geschaffen sei: „Gott hat dieser Welt eine Ordnung gegeben.“ Es sei gut, wenn Menschen darüber staunen könnten. Er verwies auf das Zusammenspiel von Licht und Dunkel, Himmel und Erde, Tag und Nacht, Wasser und Land: „Alles das brauchen wir, damit wir uns orientieren und überhaupt existieren können.“ Weil Gott die Menschen nach seinem Bilde geschaffen habe, hätten sie auch etwas von „seiner Kreativität und Schaffensfreude“. Doch zugleich gebe es in er Schöpfung auch ein Klagen und Seufzen. Becker: „Wenn es Katastrophen gibt – Erdbeben und Vulkanausbrüche, Erdrutsche und Sturmfluten – werden wir erinnert: Was lebt, wird sterben.“ Zugleich gebe es Hoffnung, weil Gott auch ein Neuschöpfer sei. Er werde einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, wie es die Bibel berichtet. Darauf dürfe man sich freuen. Zugleich rief Becker dazu auf, pfleglich mit der Schöpfung Gottes und den Geschöpfen umzugehen.

Auf dem Programm der Tagung standen Fachvorträge und Seminare, etwa zu Themen wie „Kochen mit Gottes Gaben“, „Pflanzen der Bibel als Thema der pädagogischen Arbeit mit allen Altersgruppen“ und „Ein Pflanzenquiz erstellen“. Es gab auch eine Führung durch den Bibelgarten in Weltersbach. Auf dem Gelände des Diakoniewerks befinden sich sechs Altenheime mit 286 Plätzen, sowie 170 Wohnungen für das Betreute Wohnen.Insgesamt leben über 500 Menschen dort. Die Gemeinde hat über 180 Mitglieder.

Klaus Rösler
(11.07.2019)