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Sprachassistenten nicht grenzenlos vertrauen

Warum Benedikt Elsner in einer falschen Gemeinde landete

Lage

Computergestützten Sprachassistenten sollte man nicht grenzenlos vertrauen. Diese Erfahrung machte der Pastor des Gemeindejugendwerks Niedersachsen/Ostwestfalen-Lippe/Sachsen-Anhalt (NOSA), Benedikt Elsner (Hannover), am 7. Juli. Da sollte er in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (EFG) Lage predigen – in einem Festgottesdienst zur Entlassung von fünf Jugendlichen aus dem Gemeindeunterricht. Er bat seine Sprachassistentin Siri, die Wegbeschreibung für die EFG Lage auf sein Handy zu schicken – und landete daraufhin in der EFG Lage im Ortsteil Ehlenbruch – einer Evangelischen freien Gemeinde. Er sei 45 Minuten vor Gottesdienstbeginn zwar in der Gemeinde gewesen, hätte sich aber gewundert, dass er nicht begrüßt wurde und dass die eher kleine Band nicht mit den Vorbereitungen begonnen hatte. Er habe sich nach dem Pastor erkundigt und erfahren, dass der „in vielleicht zehn Minuten“ erwartet würde. Als er dann nach dessen Namen gefragt habe, sei ihm klargeworden, dass es sich nicht um Christian Fischer aus der Baptistengemeinde Lage gehandelt habe. Er sei somit dort falsch gewesen. „Aber in 90 Prozent aller Anfragen stimmen die Wegbeschreibungen“, sagte Elsner zum Auftakt seiner Predigt im Festgottesdienst. Auch bei den Baptisten sei er noch pünktlich eingetroffen, weil beide Gemeinden nur vier Kilometer auseinanderliegen. In seiner Predigt sprach er über die Begegnung von Jesus Christus mit der Frau am Jakobsbrunnen. Elsner rief dazu auf, Wissen und Gefühl im Glauben in Einklang zu bringen, sonst bekomme der Glauben Schlagseite oder man drehe sich im Kreis. Weil in dem Gottesdienst auch ein Jugendlicher aus der Nachbargemeinde Detmold und eine Jugendliche aus Bünde verabschiedet wurde, gab es kaum noch freie Plätze. Für die Lobpreismusik in dem fast zweistündigen Gottesdienst sorgte die Band „FreiRaum“ (Detmold), die die gleichnamigen überkonfessionellen Gottesdienste in ganz Ostwestfalen-Lippe begleitet. Ziel der Gottesdienste sei es, dass Christen aus unterschiedlichen Gemeinden „Gott in Einheit bekennen“. Die Gemeinde Lage hat fast 90 Mitglieder.

Klaus Rösler
(11.07.2019)