drucken Diese Nachrichten werden kostenlos von der OnckenStiftung zur Verfügung gestellt. Wenn Sie uns unterstützen wollen, können Sie das hier tun.

„Besessen oder psychisch krank?“

Baptist hielt ein Seminar auf dem Missionsfest in Bad Liebenzell

Bad Liebenzell

Ein Baptist hat bei einem Missionsfest der Liebenzeller Mission in Bad Liebenzell im Schwarzwald mitgewirkt: Pastor Dr. Michael Großklaus (Villingen-Schwenningen) aus der Evangelisch-Freikirchlichen Gnadenkirche sprach auf einem Seminar zu dem Thema „Besessen oder psychisch krank? – Über den Umgang mit okkulten Phänomenen“. Er ist Fachmann für diese Fragestellung. Wie er dazu der GEMEINDE sagte, hat er sich mit der Thematik in den vergangenen 14 Jahren intensiv auseinandergesetzt, unter anderem auch im Rahmen seiner Masterarbeit und seiner Promotion. Großklaus: „Da die Psychologie dämonisches Wirken mehrheitlich in den Bereich der psychischen Störungen verlagert und die pfingstlich-charismatische Ecke häufig überall den Teufel sieht, gilt es ausgewogen über die Dinge zu lehren um Betroffenen effektiv zu helfen.“ Insgesamt könne gesagt werden, dass Menschen, die ihr Leben Jesus Christus anvertrauen, in der Regel nicht okkult belastet sein können. Vor kurzem ist sein Buch „Okkult belastet oder psychisch krank?“ (Gerth Medien) erschienen. Es will ein „Leitfaden für Kirche, Gemeinde und Beratung“ sein. Immer wieder wird er inzwischen eingeladen, um über diese Thematik zu sprechen. Im vergangenen Jahren hielt er fünf Vorträge, in diesem Jahr sind zehn geplant. Das Treffen in Bad Liebenzell unter dem Motto „Er:füllt“ zählte rund 4.200 Besucher. Das Seminar von Großklaus musste wegen Überfüllung geschlossen werden. Wie er sagte, waren 80 Stühle gestellt. Mehr als 100 nahmen teil und viele weitere Interessenten bekamen keinen Zugang mehr.

 

Der Direktor der Liebenzeller Mission, Pfarrer Johannes Luithle, wandte sich gegen die Verachtung und Verfolgung von Menschen mit anderer Hautfarbe, politischer Einstellung oder religiöser Überzeugung. Um ein Zeichen gegen Antisemitismus und Extremismus zu setzen, habe sich die Missionsleitung mit Kippa fotografieren lassen und das Bild unter anderem auf der Internetseite des Werks veröffentlicht. Antisemitismus könne und wolle man nicht dulden.

 

Die Oberin der Liebenzeller Schwesternschaft, Schwester Johanna Hägele, berichtete, dass von den 116 Missionsschwestern mittlerweile 90 im Ruhestand seien, sich aber häufig weiterhin noch missionarisch und diakonisch engagierten. 26 Schwestern seien in der Kinder-, Jugend- und Gemeinschaftsarbeit, im diakonischen Dienst, in der Verwaltung oder als Missionsschwestern im Ausland eingesetzt

Klaus Rösler
(28.06.2019)