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Sich für Gottes Impulse öffnen

50 Jahre Evangelisch Freikirchliche Gemeinde Norderstedt

Norderstedt

Sich immer wieder neu für die Impulse Gottes öffnen und nicht beim bisher Erreichten stehenbleiben. Dazu ermutigte Pastor Dr. Oliver Pilnei (Leiter der Evangelisch Freikirchlichen AkademieElstal) die rund 100Besucher des 50-jährigen Jubiläums der Gemeinde vom 25. bis 26. Mai. Damit „Christus in euch Gestalt gewinnt“, sagte er in seiner Festpredigt. Die Norderstedter Stadtpräsidentin Oehme dankte der Gemeinde in ihrem Grußwort für ihr vielfältiges Engagement speziell für benachteiligte Menschen. Gemeindemitglied Emanuel Brandt erinnerte in seinem Rückblick an Menschen, die durch ihren treuen Einsatz die Gemeinde prägten, schreibt Gemeindepastor Veit Praetorius in seinem Bericht. Mit Bildern, Geschichten und Musik wurde am 25. Mai an die Anfänge der Gemeinde erinnert.

Gründungsdatum der Gemeinde ist die Einweihung des ersten Gemeindehauses am 25. Mai 1969.Pastor Gerhard Claas aus der Hamburger Muttergemeinde in der Grindelallee hielt damals die Festpredigt. Er wohnte selbst in Norderstedt und hatte den Bau mit Rat und Tat unterstützt. 62 Gründungsmitglieder kümmerten sich fortan um den geistlichen Bau in der neu gegründeten Gemeinde. Die Anfänge der Gemeindearbeit gehen bis in das Jahr 1935 zurück. Damals zog das Schweizer Ehepaar Spoeri nach Garstedt. Spoeris hatten eine kleine Druckerei in Hamburg und beherbergten in ihrem Wohnhaus eine Sonntagsschule. Die meisten Sonntagschüler kamen aus der Umgebung und waren keine „Gemeindekinder“. Später kam das Angebot einer Bibelstunde für Erwachsene hinzu. Aus der Kindergruppe erwuchsen Jungschar- und Jugendgruppen. Das neu gebaute Gemeindehaus ermöglichte in der Folge eine intensive Gemeindearbeit. Am 1. Juli 1979 wurde die Gemeinde mit 193 Mitgliedern selbstständige Bundesgemeinde. 1993 wurde ein neues Kirchengebäude gebaut, um der wachsenden Gemeinde und den veränderten Bedürfnissen Raum zu geben.

„Ich will mit euch Gemeinde für andere sein.“ Um das Gemeindemotto mit Leben zu füllen, nimmt die Gemeinde heute diakonische Arbeitsfelder wahr: das „Interkulturelle Frauencafé“ mit Sprachkursen und Hausaufgabenhilfen für Kinder von Migrantinnen, eine sonntägliche „Warme Mahlzeit“ für Obdachlose in den Wintermonaten und die gemeinsamen Frühstücksgottesdienste, in denen sich die unterschiedlichen Gemeindegruppen, Gemeinde und Gäste, Alt und Jung begegnen. Die Gemeinde hat 150 Mitglieder.

Veit Praetorius Nicola Bourdon
(12.06.2019)