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Davon sprechen, was am christlichen Glauben lieb und teuer ist

Freie evangelische Gemeinden gründen Praxisinstitut Evangelisation

Witten – Für „ganz natürliche Gespräche“ über den christlichen Glauben hat sich der Leiter des neu geschaffenen Praxisinstituts Evangelisation im Bund Freier evangelischer Gemeinden (FeG), Pastor Arndt Schnepper (Braunschweig), ausgesprochen. „Alle Christen kennen das Glück beim Bibellesen, die empfundene Freude durch die Gottesdienste, das Reden Gottes im Herzen“, schreibt Schnepper in einem Kommentar in dem Magazin der Freikirche „Christsein heute“ (Witten). Es sei doch menschlich, davon zu sprechen. Auch bei der Evangelisation gehe es um nichts anderes, als davon zu sprechen, „was mir wichtig und teuer ist“.

 

Er äußerte sein Unverständnis darüber, dass manche Christen aus Landes- und Freikirchen sich mit Evangelisationen schwertäten: „Das ist für viele etwas, was man nicht tut. Es scheint geradezu etwas Unanständiges zu sein.“ Gegner verwiesen darauf, dass bei evangelistischen Veranstaltungen „zu viel emotionaler Druck“ ausgeübt werde, oder dass man an Methoden festhalte, die nicht mehr funktionierten. Schnepper weist die Einwände zurück. Im Neuen Testament gebe es zwei Methoden, die bis heute aktuell seien: die evangelistische Predigt und die Alltagsevangelisation. Beide Klassiker seien auch heute noch wirkungsvoll. Neue Modelle seien heute hinzugekommen, etwa Glaubenskurse und die Nutzung der Medien. Wichtig sei, dass bei allen Methoden die Haltung stimme. Wesentliche Voraussetzungen seien die Liebe zu den Menschen und das Gespräch mit Gott.

 

Wie Schnepper schreibt, soll das im September 2018 gestartete Institut helfen, evangelistische Fähigkeiten zu erlangen und erfolgreiche Modelle der Evangelisation vorzustellen. Es gehe auch darum, die Gemeindekultur zu prägen. Schnepper: „Die ideale Evangelisation ist mehr als eine oder zwei Veranstaltungen pro Jahr.“ Nicht zuletzt wolle das Institut Sachfragen rund um das Thema Evangelisation klären. Eine Besonderheit sei seine regionale Struktur. Analog zu den fünf Bundesregionen (Nord/Mitte West/Mitte Ost/West/Süd) der Freikirche solle es künftig auch fünf Mitarbeiter geben, um die Gemeinden zu beraten und zu begleiten. In drei Regionen seien inzwischen Personen mit einer Teilzeitbeauftragung berufen worden. Schnepper ist zuversichtlich, dass auch die übrigen Stellen bis zum Jahresende besetzt werden können. Neben Schnepper als Leiter, der das Amt mit einer halben Stelle ausfüllt, arbeiten auch der Bundessekretär der FeG-Inlandmission, Sascha Rützenhoff (Witten), und der Bundessekretär der Region Süd, Henrik Otto (Rieden/Ostallgäu), im Institut mit

Klaus Rösler
(04.04.2019)