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Weihnachtessen aus Ägypten und Syrien

Redaktion von „inherne“ kocht mit Flüchtlingen aus der Baptistengemeinde

Herne

Was essen Christen aus Ägypten und Syrien zu Weihnachten? Das städtische Magazin der Stadt Herne, „inherne“, gibt Antworten. Dazu hat die Redaktion mit vier Frauen aus beiden Ländern in den Räumen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Herne gekocht und darüber in Wort und Bildern berichtet. Zwei der Frauen, die Ägypterinnen Marian und Salwa Yousef, sind seit November Gemeindemitglieder. Die Syrerinnen Rania Wahbi und Souzan gehören zum Freundeskreis. Gemeindepastor Alexander Zeeb ist begeistert über den zweiseitigen Artikel, der in einer Auflage von 82.000 Exemplaren erschienen ist: „Wann berichtet schon ein städtisches Presseorgan so ausführlich, positiv und mit geistlichen Aspekten über die Arbeit einer Baptistengemeinde mit den Geflüchteten?“

 

Das Blatt erläutert, dass die Ägypterinnen Kopten sind und die Syrerinnen der römisch- orthodoxen Kirche angehören. Sie feiern wie alle Orthodoxen am 6. und 7. Januar ihr Weihnachtsfest. Zur Tradition gehört es, zuvor 40 Tage zu fasten. Dazu Marian: „In dieser Zeit haben wir auf Fleisch komplett verzichtet.“ Am Ende der Fastenzeit komme es dann aber in vielen Variationen auf den Tisch. Wie es in dem Bericht weiter heißt, beginnt die Feier mit einer Weihnachtsmesse am Abend – mit viel Weihrauch und christlichen Liedern. Dann versammele sich die Großfamilie zu Hause. Um Mitternacht werde das Weihnachtsmahl an einer reich gedeckten Tafel eröffnet.

 

Die Frauen haben sich dafür entschieden, vier Gerichte auf den Tisch zu bringen. Das Magazin veröffentlicht die Rezepte dazu (http://inherne.net/weihnachtskochen-mit-der-inherne-redaktion/).

 

Die Syrerinnen servieren Kibbeh, eierförmige Hackfleisch- und Bulgurbällchen, mit Jalanji – vegetarisch gefüllten Reisblätter, und Tabolah, einen Salat aus Petersilie mit Bulgur, Tomaten, Zwiebeln, Olivenöl, Zitronensaft, Minze und Salatblättern. Die Ägypterinnen entscheiden sich für Goulesh, einen Auflauf aus Blätterteig mit einer Füllung aus Hackfleisch und Eiern, sowie einen Okra-Schoten-Eintopf mit Tomaten, Rindfleisch und Zwiebeln.

 

Bei den Vorbereitungen mit dabei sind die Kinder Martin (9) und Tony (6). Beide sprechen bereits besser deutschen als arabisch. Sie erläutern, dass Kinder in ihrer Heimat kein Spielzeug sondern Geld geschenkt bekommen. Die Gemeinde Herne hat über 220 Mitglieder.

Klaus Rösler
(13.12.2018)