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Kuba für Jesus gewinnen

Studienreise in die Karibik: Es gibt immer mehr Gemeinden

Wustermark/Havanna

Der missionarische Lebensstil der Baptisten auf der Karibikinsel Kuba hat eine Reisegruppe aus Deutschland tief beeindruckt. Bei ihrer zehntägigen Studienreise lernten sie wachsende Gemeinden kennen. Das berichtet der Lateinamerika-Referent des Missionswerks EBM INTERNATIONAL, Carlos Waldow (Wustermark), nach der Rückkehr in einem Reisebericht. Er hatte die achtköpfige Gruppe begleitet. Das Ziel der Baptisten dort sei es, Kuba für Christus zu gewinnen, aber auch die praktische Not der Menschen zu lindern. Die äußeren Lebensbedingungen seien nicht sehr gut. Einer der Teilnehmer: „Der kubanische Lebensstandard entspricht in etwa dem der DDR bei meiner Klassenfahrt vor 45 Jahren.“ Wie Gott wirkt, erläuterte Waldow am Beispiel der Gemeinden auf der zu Kuba gehörenden Jugendinsel. Vor 20 Jahren habe die Missionsarbeit dort gestartet. Heute gebe es dort zehn Gemeinden mit 2.000 Besuchern. Die Gemeinden dort lebten nach der Vision: „Eine Gemeinde erfüllt ihre Mission, indem sie Menschen zu Jüngern macht und neue Gemeinden gründet.“

 

Im Baptistenbund von Ostkuba ließen sich derzeit 400 Gemeindegründer schulen, weil es dort eine „Wachstumsexplosion“ von Gemeinden gebe. Die Gemeinde von Pastor Marcos Rivero in Las Tunas haben in den vergangenen vier Jahren 56 Hausgemeinden gegründet. Allein in diesem Jahr habe man 200 Taufen erlebt. Weil das alte Gemeindehaus zu klein geworden war, habe die Gemeinde es erweitert. Wo einst 300 Platz hatten, können jetzt 600 Besucher teilnehmen.

 

Viele Gemeinden praktizierten eine missionarische Kinderarbeit mit Bibelclubs, Sonntagsschule und Sommerbibelschule. Im Ortsteil La Perla von Havanna sorgt die Gemeinde ferner für ein Frühstück, weil die Kinder sonst mit leerem Magen zur Schule gehen würden.

 

Wie Waldow weiter schreibt, beginnt in der Arbeit der Baptisten eine neue Etappe: „Kubanische Missionare sollen auch in andere Ländern ausgesendet werden, um dort Missionsprojekte zu unterstützen.“ Dazu sei die Missionsagentur „Cubanos a las Naciones“ (Kubaner für die Nationen) gegründet worden. Zurzeit werden 20 Missionarsehepaare für zukünftige Einsätze vorbereitet. Mehr als zehn waren in den zwei letzten Jahren schon zu Kurzeinsätzen in Kolumbien und Mexiko. Zwei Ehepaare sind bereits für zwei Jahre im Einsatz. Waldow: „Wir erhoffen uns eine neue Art der missionarischen Zusammenarbeit in der Zukunft.“ Allein die zwei Baptistenbünde, mit denen EBM INTERNATIONAL zusammenarbeitet (Ost und West), zählen 1.200 Gemeinden. 1990 waren es knapp 200. Nach Angaben des Baptistischen Weltbundes gibt es auf Kuba vier Baptistenbünde rund 58.000 Mitgliedern.

Klaus Rösler
(06.12.2018)