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Kaffee als Hilfsmittel, um Vertrauen zu wecken

Roma-Konferenz der Europäischen Baptistischen Föderation in Sofia

Sofia

– Eines der wichtigsten Hilfsmittel, um mit Angehörigen des Volkes der Roma in Kontakt zu kommen und Freundschaften zu schließen, ist Kaffee. Davon ist der bulgarische Theologe Radko Kratsov überzeugt. Wie er bei einer viertägigen Konferenz des Missionskomitees für Freiheit und Gerechtigkeit der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF) in der bulgarischen Hauptstadt Sofia sagte, kann man sich bei einer Tasse Kaffee besser kennenlernen und über Freude, Herausforderungen und Enttäuschungen sprechen: „So kann Vertrauen entstehen.“ Man könne so auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede feststellen. „Als Menschen sind wir nicht so unterschiedlich“, meinte dazu der Schwede Magnus Helmer. Wie die EBF auf ihrer Internetseite berichtet, waren unter den 20 Teilnehmern fünf Vertreter der Roma. In den Gesprächen haben man die Themenfelder Mission/Evangelisation, Gemeindegründung; Theologische Ausbildung/Ausbildung von Leitern sowie Angebote für Kinder und Sozialdienste behandelt. Insgesamt wurde festgehalten: „Die Brüder und Schwestern der Roma in unseren Gemeinden sind ein Segen.“ In Europa leben knapp zwölf Millionen Sinti und Roma. In vielen Ländern ist ihre Lage prekär. Besonders in Südosteuropa leben Roma häufig am Rande der Gesellschaft. In Deutschland leben rund 120.000 Sinti und Roma.

Klaus Rösler
(08.11.2018)