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Zehn Tote bei Unwetter auf Mallorca

Baptistenpastor Lothar Peitz vor Ort

Palma

Ein verheerendes Unwetter mit sintflutartigem Regen hat auf Mallorca mindestens zehn Menschen getötet. Sturzregen verwandelte vor allem im Nordosten und Osten der beliebten Urlaubsinsel Straßen innerhalb kürzester Zeit in reißende Flüsse. Unter den Todesopfern seien zwei britische Urlauber, teilte ein Sprecher der Polizeieinheit Guardia Civil auf der spanischen Insel mit. Drei Menschen wurden von Rettungskräften lebend gefunden, sie hatten sich in einen alten Bahnhof gerettet. Innerhalb von nur zwei Stunden stürzten am 9. Oktober nach Angaben des Wetterdienstes 233 Liter Wasser vom Himmel. Zum Vergleich: Im gesamten vergangenen Jahr sind in Deutschland im Schnitt 850 Liter pro Quadratmeter heruntergegangen.

 

Zu den Augenzeugen des Unwetters gehörte der baptistische Pastor Lothar Peitz (Bad Schwalbach), der auch als Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Hessen-Rheinhessen amtiert. Zusammen mit seiner Ehefrau verbrachte er zu dem Zeitpunkt einige Ferientage auf der Insel. Der GEMEINDE teilte er mit: „Wir sind in Port' Alcudia ganz im Norden von Mallorca, also nur am Rand der Gewitterfront gewesen. Allerdings glichen auch unsere Straßen eine Stunde lang knietiefen Flüssen.“ Spanien habe wegen der Toten eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen.

Klaus Rösler
(11.10.2018)