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Jesus Christus beendet die Not

Christliches MS-Netzwerk: Den 638 Meter hohen Bezelberg erklommen

Neustadt

Auf eine ungewöhnliche Weise konnten die 30 Teilnehmer eines Treffens des Christlichen MS-Netzwerks in Neustadt im Vogtland die Sturmstillung Jesu „miterleben“, über die die Bibel berichtet. Bei dem eintägigen Treffen hatte der Regionalreferent Ost im Dienstbereich Mission des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, Michael Schubach (Jahnsdorf/Erzgebirge), ein Bild über dieses Ereignis von dem Pastor und Künstler Ralf-Detlef Ossa (Erfurt) mitgebracht. Er erläuterte es und begleitete sich dabei mit Improvisationen am Klavier. Wie die Leiterin des Netzwerks, die ehemalige Oberärztin Dr. Andrea Wiedner (Herford), der GEMEINDE mitteilte, waren die Teilnehmer so „mitten drin in dieser Begebenheit, der verzweifelten Lebenssituation und dem heilsamen, ruhebringenden Eingreifen Jesu.“ Der Schrei der Jünger, „Herr, kümmert es dich nicht!“ oder „Schläfst du und siehst unsere Not nicht?“, könne auch als Schrei leidgeplagter Menschen heute verstanden werden – angesichts von Kriegen, Hunger, Verfolgung, Flucht, Naturkatastrophen, aber auch angesichts persönlicher Lebenskrisen. Schubach machte deutlich, dass Gott die Macht habe, nicht nur oberflächlich die Symptome zu lindern, sondern er gehe an die Wurzel des Übels und schaffe eine grundlegende Änderung: „Er beendet die Not.“ Wiedner zufolge erleben gerade MS-Kranke – Multiple Sklerose ist eine unheilbare Erkrankung des zentralen Nervensystems – „Stürme“ in ihrem Leben. Jesus könne ihre Lebensperspektive verändern und Frieden und Geborgenheit schenken.

 

Das Treffen fand in dem Räumen der Evangelischen Bibelgemeinschaft statt. Ein Ehepaar aus dem MS-Netzwerk gehört dieser Gemeinde an. Auf dem Programm stand auch ein Ausflug auf den 638 Meter hohen Bezelberg. Alle Tagungsteilnehmer seien mitgekommen. Den Rollstuhlfahrern habe man beim Schieben abwechselnd geholfen. Wie Wiedner ferner anmerkte, war das Treffen von einer positiven Atmosphäre gekennzeichnet. Gerade Außenstehende würden dies nicht erwarten. Sie rechneten angesichts der Krankheit mit einer gedrückten Stimmung. Doch tatsächlich strahlten die meisten Teilnehmer Freude und Zuversicht aus. Wiedner, die selbst MS hat: „So kann das Treffen zu einer Kraftquelle und Ermutigung werden.“ Das Christliche MS-Netzwerk wurde im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden gegründet. Es versteht sich aber als überkonfessionell und vertritt die Interessen von 300 MS-Kranken und ihren Angehörigen.

 

Kontakt: Andrea.Wiedner@gmx.de

 

Klaus Rösler
(10.10.2018)