drucken Diese Nachrichten werden kostenlos von der OnckenStiftung zur Verfügung gestellt. Wenn Sie uns unterstützen wollen, können Sie das hier tun.

Frankfurter Christen danken für Friedensprozess in Korea

Baptistenpastor i. R. Manfred Kern: „Gebet ist der wichtigste Beitrag zum Frieden“

Frankfurt am Main

–Als Zeitzeuge erinnerte der langjährige Vorsitzende und spätere Generalsekretär der Evangelischen Allianz in der DDR, der Baptistenpastor i. R. Manfred Kern (Berlin), beim Tag der Deutschen Einheit in Frankfurt am Main an die Lebensbedingungen für Christen hinter dem Eisernen Vorhang. Dabei stellte er besonders die Macht des Gebets heraus. „Gebet ist der wichtigste Beitrag zur Friedensstiftung“, sagte der 87-Jährige vor rund 500 Besuchern des internationalen ökumenischen Gottesdienstes am 3. Oktober vor dem Rathaus der Stadt unter dem Motto „Verbunden in Europa“. Auch auf seine eigenen Erfahrungen ging er ein. Zur jährlichen Allianzkonferenz im thüringischen Bad Blankenburg seien die Christen von den kommunistischen und atheistischen Machthabern immer wieder wegen ihres Gottvertrauens und ihrer Gebete belächelt worden. Doch Gebet sei nie wirkungslos. Es habe dazu beitragen, die Mauer zwischen Ost und West zum Einsturz zu bringen. Das DDR-System gebe es längst nicht mehr, das Allianztreffen aber schon. Kern rief dazu auf, im Gebet nicht nachzulassen. 

 

Bei dem Treffen dankten die Christen Gott für Fortschritte im Friedensprozess zwischen Nord- und Südkorea. Der Vorsitzende des Runden Tisches Gebet der Koalition für Evangelisation (früher: Lausanner Bewegung für Weltevangelisation), Bernd Oettinghaus (Frankfurt am Main), erinnerte daran, dass man am genau vor einem Jahr gemeinsam mit den koreanischen Christen in der Stadt für die Wiedervereinigung des gespaltenen Landes gebetet habe. Oettinghaus: „Dass heute Minen an der innerkoreanischen Grenze abgeräumt werden und die Politiker miteinander reden, ist schon jetzt ein Wunder Gottes, wie am Ende die Auflösung des Todesstreifens mitten durch Deutschland. Unsere Gebete haben dazu beigetragen.“ In diesem Jahr stand bei dem Treffen das Miteinander mit den Osteuropäischen Nationen im Mittelpunkt. Unter anderem wurde gemeinsam mit polnischen und russischen Christen für Frieden in der Ukraine gebetet. Im Osten des Landes tobt seit 2014 ein Bürgerkrieg.

 

Wie Oettinghaus der GEMEINDE sagte, ist Frankfurt am Main seines Wissens die einzige Stadt in Deutschland, die seit 28 Jahren ohne Unterbrechungen den Tag der deutschen Einheit mit einem öffentlichen Gebetsgottesdienst feiert. Dazu laden die Volkskirchen, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und die örtliche Evangelische Allianz ein. Oettinghaus wünscht sich, dass die Christen in möglichst vielen anderen Städten ähnliche Treffen organisieren, um Gott für die deutsche Einheit zu danken und ihm die Zukunft anzuvertrauen. 

Klaus Rösler
(10.10.2018)