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„Goldene Taube für Menschenrechte“ für das Projekt „Herzbrücke“

Fast 200 herzkranke Kinder aus Afghanistan wurden bisher operiert

Hamburg

Das Projekt „Herzbrücke“ der Albertinen-Stiftung und des Albertinen Herz- und Gefäßzentrums in Hamburg ist mit der „Goldenen Taube für Menschenrechte“ ausgezeichnet worden. Im Rahmen des Projektes wurden seit 2005 fast 200 herzkranke Kinder – vor allem aus Afghanistan – in Hamburg operiert und auch anschließend versorgte. Die Kosten pro Behandlung schwankten dabei – je nach Schwere der Erkrankung – zwischen 5.000 und 25.000 Euro. Während ihres achtwöchigen Aufenthaltes in Hamburg wohnen die jungen Patienten bei deutschen und afghanischen Gasteltern. Über 100 Helfer engagieren sich ehrenamtlich für das Projekt. Hierzu zählen neben den Gasteltern auch Ärzte und Zahnärzte, Apotheker sowie weitere Kliniken.

 

Prof. Dr. Fokko ter Haseborg, Vorstandsvorsitzender der Albertinen-Stiftung, sagte beim Empfang der Auszeichnung: „Die Herzbrücke ist mehr als ein medizinisches Projekt, denn sie verbindet Menschen über die Grenzen von Ländern, Kulturen und Religionen hinweg.“


Die goldfarbene Taube mit Olivzweig im Schnabel ist eine von 30 Skulpturen, die der Landshuter Künstler Reinhard Hillinger geschaffen hat und die die 30 Artikel der UN-Menschenrechtskonvention symbolisieren. Die Goldene Taube soll nach dem Willen ihres Schöpfers Menschen und Einrichtungen auszeichnen, die sich für Völker- und Kulturverständnis sowie für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen. Die Taube verbleibt jetzt ein Jahr in Besitz der Albertinen-Stiftung. Sie wird dann an eine noch zu bestimmende Institution weitergereicht, die sich ebenfalls um die Völkerverständigung und die Wahrung der Menschenrechte verdient gemacht hat. Ter Haseborg erhielt sie aus den Händen des Vorstandsvorsitzenden des Vereins Kanduyi Children, Philip Oprong Spenner (Hamburg). Der Verein unterstützt Schüler in Kenia. 

 

Klaus Rösler
(12.07.2018)