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Baptisten organisierten Schweigemarsch

Sie übergaben eine Petition gegen die Einrichtung von Anker-Zentren

Gelsenkirchen

– 150 Teilnehmer zählt ein „Schweigemarsch für Gerechtigkeit und Frieden“ der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Gelsenkirchen. Wie der Jugendreferent der Gemeinde, Manuel Linke, der GEMEINDE berichtete, befinden sich weltweit derzeit 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht. „Die meisten von ihnen fliehen, weil sie aufgrund ihrer Herkunft, ihres Glaubens oder ihrer politischen Überzeugung verfolgt werden“, hieß es dazu in einer Ankündigung. Durch den Schweigemarsch habe man den verfolgten Menschen eine Stimme geben wollen. Unter den Mitmarschierern waren auch drei Politiker: die beiden Bundestagsabgeordneten Markus Töns (SPD) und Ingrid Remmers (Linke) und die Landtagsabgeordnete Heike Gebhard (SPD). In Anschluss an den Marsch übergaben die Marschierer ihnen eine Petition, in denen sie sich gegen die geplanten Ankerzentren (Zentrum für Ankunft, Entscheidung, Rückführung) von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) aussprachen. Dort sollen Flüchtlinge unterkommen, bis sie in Kommunen verteilt oder in ihr Herkunftsland abgeschoben werden. Bei der Organisation des Marsches wurde die Gemeinde unterstützt von der Evangelischen Trinitatis-Kirchengemeinde, der Propsteipfarrei St. Urbanus sowie dem Hilfsverein Tuisa. Die Gemeinde hat knapp 120 Mitglieder.

 

Klaus Rösler
(12.07.2018)