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Izmir: Gemeindegründung unter syrischen Flüchtlingen

Baptisten unterstützen die Initiative und mieten samstags einen Bus an

Izmir

– Die Baptistengemeinde Izmir in der Türkei unterstützt eine Gemeindegründungsarbeit von syrischen Flüchtlingen in der Stadt. Das geht aus dem neuesten Rundbrief der „Aktion Smyrna“ hervor. „Smyrna“ ist die biblische Bezeichnung für das heutige Izmir. Wie Gemeindepastor Ertan Cevik schreibt, hat die Gemeinde lange dafür gebetet, Christen unter den syrischen Flüchtlingen kennenzulernen. Die Gemeinde verteilt seit vielen Monaten Lebensmittelpakete unter den Syrern – mit finazieller Unterstützung vor allem aus Deutschland. Bei einer solchen Verteilaktion hat sie einen 33-Jährigen kennengelernt, der bereits im Libanon Christ geworden war. Er war bereits missionarisch unter anderen Flüchtlingen tätig. Ein Jahr lang besuchte er mit seiner Familie die türkischsprachigen Gottesdienste der Baptisten in Izmir. Später ermutigten ihn christliche Freunde aus Istanbul, eine eigene Gemeindearbeit zu starten. Das tat er in Kooperation mit der Baptistengemeinde. Sie mietet am Samstagabend immer einen Bus an, um die syrischen Flüchtlinge aus ihrem Stadtteil abzuholen und zum Gottesdienst und wieder zurück zu bringen. 25 Personen nähmen inzwischen an dem Samstagabendgottesdienst teil. Cevik: „Wir sind gespannt, wie es mit dieser Gruppe weitergeht.“ Denn es sei in der Türkei nicht einfach, neue Gemeinden zu gründen: „Wir legen alles in Gottes Hand.“ Zum türkischen Baptistenbund gehören sieben Gemeinden mit rund 300 Mitglieder. Cevik amtiert als Präsident des Bundes.

 

Klaus Rösler
(12.07.2018)