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Einen Gottesdienst nach eigenem Belieben gestalten: Stationen machen es möglich

Fest der Gemeinden in Karlsruhe: „Spuren - Begegnung, Inspiration und Ermutigung“

Karlsruhe

Ein ungewöhnliches Gottesdienstmodell wurde auf dem „Fest der Gemeinden“ des Landesverbandes Baden-Württemberg in Karlsruhe präsentiert: ein Stationengottesdienst. Jeder der knapp 400 Teilnehmer konnte sich seinen Gottesdienst aus den Angeboten selbst zusammenstellen. Es gab vielfältige Formen von Musik – von Chorälen bis hin zur Anbetung mit Schlagzeug, drei Predigten und verschiedene Formen des Gebets und Abendmahls.

 

Gleich drei Referenten waren eingeladen, die predigten und auch Workshops anboten: die Koordinatorin der Initiative Micha Deutschland, Stefanie Linner (Berlin), der Missionssekretär von EBM International, Matthias Dichristin (Wustermark), und der Regionalreferent Süd im Dienstbereich Mission, Christopher Rinke (Weimar bei Marburg). Passend zum Thema „Spuren“ des Treffens lenkten sie den Blick auf Gottes Spur im alltäglichen Handeln, in der Gemeinde und im persönlichem Glauben.

 

„Jeder Einkaufszettel ist so wichtig wie ein Wahlzettel“, meinte Linner ganz praktisch. Sie machte deutlich, wie wichtig das Konsumverhalten ist. In ihrem Workshop „Hand aufs Schöpferherz – Wie Gemeinde die Welt verändern kann" ging sie ähnlichen Fragen nach. Dichristin meinte, dass „Spuren eng mit unserer Haltung verbunden sind, die bei Christen gerne von Freude, Frieden und Freundlichkeit geprägt sein darf“. Rinke fasste anhand von Johannes 21 Anspruch und Zuspruch der Spurensuche zusammen: „Jesus ist einfach für euch da! Und zwar nicht, weil er in erster Linie Erwartungen an euch richtet!“ In seinem Seminar ermutigte Rinke zum Blick über den Tellerrand der eigenen Ortsgemeinde und rief zur Investition in lebendige Beziehungen auf.

 

Die an die Baptistengemeinde Karlsruhe grenzende Wiese war Treffpunkt von Jung und Alt und ermöglichte Spiele und Bewegungsaktionen. Ein langes Büfett warmer und kalter Köstlichkeiten im Zelt lud zum Verweilen und Genießen ein. Teilnehmerin Sarah Bittner zog ein positives Fazit des Tages: „Ich nehme viele gute Eindrücke und einige Gedanken mit, an denen ich wohl noch eine Weile zu knabbern haben werde.“ Besonders gut hat ihr der Stationengottesdienst gefallen: „Klingt chaotisch, funktioniert aber ganz hervorragend. So konnte ich im ersten Block am kreativen Element teilnehmen, dass das Gemeindejugendwerk organisiert hatte. Im zweiten Block holte ich mir einen geistlichen Impuls ab. Im dritten und letzten Block war ich beim Worship-Element dabei. Diese Art von Gottesdienst hat vor allem den Vorteil, dass jemand, der E-Gitarre und Schlagzeug nicht mag, einfach am Element ‚Choräle’ oder ‚Gemeindelieder’ teilnehmen kann.“ Der gemeinsame Abschluss mit Gruppenbild, Lied und Segen rundete den Tag ab. Zum Landesverband Baden-Württemberg gehören 77 Gemeinden mit über 9.800 Mitgliedern.

 

Klaus Rösler
(05.07.2018)