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Von den ersten Christen lernen

EBF-Missionskonferenz in Sofia: Großes von Gott erwarten

Sofia

Die Christen von heute können viel von den Jüngern Jesu im 1. Jahrhundert lernen. Davon ist der Vorsitzende der Missionskommission der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF), Ian Bunce (Romford bei London), überzeugt. Wie er auf der EBF-Missionskonferenz unter dem Motto „Kühne Taten“ in der bulgarischen Hauptstadt Sofia vor Teilnehmern aus 14 Ländern sagte, hat der Missionsbefehl die Christen damals ermutigt, kühn von ihren Erlebnissen mit Gott weiterzusagen. Nach seinen Worten ist es dabei wichtig, Großes von Gott zu erwarten: „Oft verlangt Gott von uns übernatürliche Handlungen, die wir nicht aus eigener Kraft tun können, wenn wir nicht vom Heiligen Geist befähigt werden." Er gab einen Tipp weiter, um zu prüfen, ob eine Idee oder Vision von Gott kommt oder nicht: „Wenn eine Vision dich nicht erschreckt, mag sie nicht von Gott sein."

 

In den Seminaren und Vorträgen ging es um Themen wie Prophetie, Gebet, Predigt und Taten. Pastorin Dimitrina Oprenova (Sofia) verglich die Zeit heute mit der der ersten Christen. Sie seien damals durch die Erfahrung ermutigt worden, wie die Prophezeiungen aus dem Alten Testament in Erfüllung gegangen seien. Deshalb hätten sie selbst Schwierigkeiten und Verfolgung ertragen können. Oprenova: „Wir leben heute in einer historisch gleichen Periode und sollten deshalb so kühn wie die Vorgänger sein.“ Kraft schöpfen könne man auch aus dem Gebet. Ihr Ehemann, Pastor Teodor Oprenov, rief die Konferenz dazu auf, für die Lage in Bulgarien zu beten. Das Parlament des Landes bereite ein neues Religionsgesetz vor, das vermutlich die Freiheit der evangelikalen Christen einschränke werde.

 

Der frühere Präsident und Generalsekretär der EBF, Theo Angelov (Sofia), erinnerte an die Kühnheit der Christen während der Zeit der kommunistischen Machthaber. Das System habe sich damals einen offenen Krieg mit Gott und den Christen geliefert. Damals sei sogar die Bibel verboten gewesen. „Die kommunistischen Behörden dachten wahrscheinlich, dass sie, indem sie die Führer inhaftierten, den Tod der Kirche erreichen konnten.“ Sie hätten aber nicht erkannt, dass Jesus Christus das Oberhaupt der Kirche sei und seine Nachfolger gestärkt und ermutigt habe. Zum bulgarischen Baptistenbund gehören 128 Gemeinden mit 5.200 Mitgliedern. Die EBF vertritt 61Mitgliedsbünde in 52 Ländern Europas und des Nahen Ostens mit zusammen 825.000 Gemeindemitgliedern.

Klaus Rösler
(05.07.2018)