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200 Christen erbitten einen nachhaltigen geistlichen Aufbruch in Europa

Christlicher Convent Deutschland verabschiedet „Kirchheimer Erklärung“

Kirchheim/Teck

– Einen nachhaltigen geistlichen Aufbruch in Deutschland und Europa erhofft und erbittet ein neuer Zusammenschluss von Christen: der Christliche Convent Deutschland. Das geht aus einer „Kirchheimer Erklärung“ der Initiative hervor, die während des ersten Treffens vom 25. bis 27. Juni im hessischen Kirchheim verabschiedet wurde. Dort trafen sich 200 Verantwortliche aus Kirchen, Freikirchen, Gebets- und Erneuerungsbewegungen, evangelischen Gemeinschaften, Bewegungen und Netzwerken. Wie es heißt, versteht sich der Christliche Convent Deutschland bewusst nicht als neue Organisation, sondern als Ergänzung „zu den bereits etablierten ökumenischen Strukturen“. Mehr als 100 Organisationen seien in Kirchheim dabei gewesen. In der Erklärung unter dem Motto „Kommt zusammen! Sucht mich gemeinsam“ heißt es unter anderem: „Wir erkennen, dass die bisherigen Gestalten von Kirche und Glauben in unserer Zeit durch neue Ausdrucksformen der Nachfolge Jesu ergänzt und vielfältig bereichert werden.“ Gottes Volk werde durch gemeinsames Gebet, Einheit der Glaubenden und gemeinsames Bezeugen des Evangeliums „in besonderer Weise durch Gottes Geist transformiert und bevollmächtigt.“

 

Mitinitiator war der Baptistenpastor Heinrich Christian Rust (Braunschweig). Vom Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden war auch Generalsekretär Christoph Stiba vertreten. Mit dabei waren unter anderem Vertreter der Deutschen Evangelischen Allianz, der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung (GGE) in der EKD, der (katholischen) Charismatischen Erneuerung, der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD), des Forums Wiedenest, der Gebetshäuser in Augsburg und Freiburg, des Christivals und des CVJM-Gesamtverbandes, der Koalition für Evangelisation, des Deutschen EC-Verbandes sowie verschiedener Freikirchen und der katholischen Erneuerungsbewegung Schönstatt. Die „ökumenische Breite“ sei das Besonderes dieses Treffens gewesen, heißt es dazu in einer Presseerklärung. Ziel sei es, sich gegenseitig wahrzunehmen und die Gemeinschaft der Christen und Kirchen zu fördern. 2019 soll es ein Folgetreffen geben.

 

Wie Rust der GEMEINDE ergänzend erläuterte, will der Convent deutlich machen, dass sich die Kirche „nicht nur aus verfassten Kirchen zusammensetzt“. Dieser Gedanke sei für viele Kirchenvertreter innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen neu. Er räumte ein, dass im Convent viele Charismatiker vertreten seien. Das sei aber kein Nachteil: „Die Zukunft ist charismatisch.“ Rust hält es für wichtig, dass Christen über alle Konfessionsgrenzen stärken zusammenstehen – nicht nur bei missionarischen Aktionen. Man wolle Gott gemeinsam ehren sowie Leid und Leidenschaft miteinander teilen: „Es geht nicht nur um ein Tolerieren.“ Rust: „Wir brauchen eine Ökumene der Herzen.“ So wie man in Mission und Diakonie bereits vielfach zusammenarbeite, gelte es auch, „sich zu verbinden „zum Lob von Gottes Herrlichkeit“.

Klaus Rösler
(05.07.2018)