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Plastikdeckel gegen Kinderlähmung

Eine Idee aus DIe GEMEINDE zieht weite Kreise

Kassel

Es lohnt sich, die Zeitschrift DIE GEMEINDE (Kassel) zu lesen. Das geht aus einem Bericht in der Monatszeitschrift „BAYeinander“ des Landesverbandes Bayern im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden hervor. Dort bekennt die Baptistin Helga Ehmer aus der Gemeinden München-Perlach, dass sie durch die Lektüre der Zeitschrift auf die Aktion „500 Deckel für 1 Leben ohne Kinderlähmung“ aufmerksam geworden war. DIE GEMEINDE hatte diese Aktion aus der ostfriesischen Gemeinde Westoverledingen-Ihren berichtet.

Worum geht es? Kunststoffverschlüsse aus Polyethylen (HDPE) sind recyclingfähig. In Deutschland fallen pro Jahr mehr als 20 Milliarden dieser Deckel an. Das sind 40.000 Tonnen mit einem Materialneuwert von 48 Millionen Euro. Der Rotary Club hatte die Idee, diese Deckel zu sammeln und zu verkaufen – und damit zu helfen. Man muss nur einen Sammelbehälter aufstellen. Mit dem Verkauf von 500 Deckeln kann eine lebenswichtige Impfung gegen Kinderlähmung bezahlt werden. Weltweit wurden bisher 171.818.000 Deckel gesammelt. Davon konnten 331.690 Schluckimpfungen finanziert werden! Ehmer: „Nachdem ich von dieser Idee gelesen hatte, habe ich mich zusammen mit meinem Mann Walter auf die Suche nach einer solchen Abgabestelle gemacht – und wir sind ganz in der Nähe in unserer Gemeinde fündig geworden!“

 

Weitere Informationen: http://deckel-gegen-polio.de

 

Klaus Rösler
(05.07.2018)