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Südliche Baptisten: Mehr Gottesdienstbesucher, weniger Mitglieder

Größte protestantische Kirche in den USA hat in zehn Jahren 1,6 Mio. Mitglieder verloren

Nashville

– Die Südlichen Baptisten, die größte protestantische Kirche in den USA, haben im vergangenen Jahr eine widersprüchliche Entwicklung vollzogen: Die Zahl der Mitglieder und Taufen ging zurück, die Zahl der Gemeinden und Gottesdienstbesucher stieg. Das geht aus Mitgliederstatistik hervor, die das Forschungsinstitut LifeWay Christian Resources im Auftrag der Kirche in Nashville veröffentlichte. Danach ging die Zahl der Mitglieder um 211.000 (-1,4 Prozent) auf 15 Millionen zurück. Damit hat die Kirche in den vergangenen zehn Jahren 1,6 Millionen ihrer Mitglieder verloren. Die Zahl der Taufen sank um 26.600 (9,5 Prozent) auf 254.000. Diese Entwicklung breche ihm das Herz, wenn immer weniger Menschen im Namen Jesu getauft würden, räumte LifeWay-Präsident Thom S. Rainer ein. Zugleich rief er die Mitglieder der Kirche dazu auf, unter Freunden und Nachbarn noch stärker als bisher für das Evangelium von Jesus Christus zu werben. Rainer: „Wir wissen, dass nur der Heilige Geist Bekehrungen erwirken kann. Aber wir wissen auch, dass die meisten dieser Bekehrung mit einem Gespräch über den christlichen Glauben begonnen haben.“ Als positiv sei zu verzeichnen, dass die Zahl der Gemeinden um 272 (2,6 Prozent) auf 47.544 gestiegen sei. Die Zahl der wöchentlichen Gottesdienstbesucher habe um 120.000 (2,3 Prozent) auf 5,3 Millionen zugenommen. Die Spendeneinnahmen hätten um 267 Millionen US-Dollar (229 Mio. Euro) auf 11, 7 Milliarden US-Dollar (10 Mrd. Euro) gesteigert werden können.

 

Klaus Rösler
(08.06.2018)