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Ein neuer freikirchlicher Diakoniekonzern

Zum 1. Januar 2019 soll die Immanuel Albertinen Diakonie an den Start gehen

Hamburg/Berlin

Die zwei größten Diakoniewerke im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden schließen sich zusammen. Das gaben das Albertinen-Diakoniewerk (Hamburg) und die Immanuel Diakonie (Berlin) am 7. Juni bekannt. Am 1. Januar 2019 soll die „Immanuel Albertinen Diakonie“ an den Start gehen. Den Angaben zufolge soll ein breit aufgestellter, freikirchlicher Diakoniekonzern entstehen – mit 6.700 Beschäftigten und einen Umsatz von 540 Millionen Euro pro Jahr in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Thüringen. Sitz wird Hamburg sein.

 

„Die gesellschaftsrechtlichen Vorarbeiten sind geleistet, inklusive der erfolgreichen Abstimmung mit den Finanzämtern in Hamburg und Berlin,“ sagt Udo Schmidt, der Geschäftsführende Direktor der Immanuel Diakonie. „Der neue Konzern ist auf inhaltliches und strukturelles Wachstum ausgelegt“, betont Matthias Scheller, Vorstandsvorsitzender des Albertinen-Diakoniewerks. Weitere christliche Werke seien eingeladen, sich dem Werk anzuschließen. Scheller: „Wir sind für die neuen Aufgaben offen, denen wir uns in einer verändernden Gesellschaft stellen müssen.“

 

Die Immanuel Diakonie ist eine 1947 gegründete diakonische Einrichtung der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) Berlin-Schöneberg. Mit der politischen Wende 1989 konnte das aus einem Seniorenpflegeheim und dem Immanuel Krankenhaus bestehende Werk in Berlin deutlich expandieren. Heute beschäftigt die Immanuel Diakonie rund 3.100 Menschen in 50 Einrichtungen. Das Albertinen-Diakoniewerk wurde 1907 von der baptistischen Oberin Albertine Assor (1863-1953) gegründet. Es ist heute mit rund 3.600 Mitarbeitern der größte diakonische Krankenhausträger in Hamburg, der jährlich rund 110.000 Patienten betreut.

 

Klaus Rösler
(08.06.2018)