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Keine Rüstungsexporte in Krisengebiete

Baptisten- und Brüdergemeinden für friedliche Konfliktlösungen

Kassel

Für gewaltfreie Konfliktlösungen und gegen Waffenexporte in Krisengebieten hat sich der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden ausgesprochen. Zum Abschluss seiner Beratungen am 12. Mai in Kassel verabschiedete die Bundesratstagung (Synode) eine Resolution, in der die Freikirche ihr „Nein zu Krieg und Gewalt“ ausdrückt. Waffenlieferungen trügen dazu bei, die Spirale der Gewalt weiter zu beschleunigen. „Wir fordern, politische und finanzielle Ressourcen vorrangig in die friedliche und zivile Konfliktbearbeitung zu investieren“, so die Erklärung, die einer Pressemitteilung zufolge mit „überwältigender Mehrheit“ angenommen wurde. Die Baptisten- und Brüdergemeinden heben hervor, dass sie sich „in hohem Maße in der Flüchtlingshilfe“ engagierten: „Dabei begegnen wir Menschen, die am eigenen Leib Krieg, Angst und Terror erfahren haben. Wir leiden mit ihnen.“ Die Vertreter der 802 Gemeinden des Bundes halten es für „dringend erforderlich, verstärkt Fluchtursachen zu bekämpfen, damit nicht noch mehr Menschen diese leidvollen Erfahrungen machen müssen“.

 

Die Initiative für die Resolution war von Delegierten des Kirchenparlaments ausgegangen – als Reaktion auf eine gemeinsame Rede des Präsidenten der Freikirche, Michael Noß (Berlin), und des Generalsekretärs, Christoph Stiba (Wustermark bei Berlin). Diese hatten anlässlich des 50. Todestags des US-Bürgerrechtlers und Baptistenpastors Martin Luther King (1929 – 1968) die Bürgerrechtlerin Rosa Parks (1913 – 2005) als Vorbild beschrieben. Durch ihr Nein, im Bus ihren Platz für einen Weißen zu räumen, habe Parks 1955 andere ermutigt, „aufzustehen und sich gegen Unrecht auszusprechen“, heißt es in der Resolution. Heute sei es wieder an der Zeit aufzustehen: „Als Christen sehen wir den Menschen als Ebenbild Gottes an und setzen uns ein für die Würde aller Menschen.“

 

Klaus Rösler
(14.05.2018)