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„Baptisten gaben der modernen Welt das Geschenk der Religionsfreiheit“

Jüdischer Rabbi und Sonderbotschafter der USA lobt Menschenrechtsengagement

Arlington

Zahlreiche Dokumente der Vereinten Nationen wie etwa die allgemeine Erklärung der Menschenrechte fußen auf baptistischen Überzeugungen. Davon ist der jüdische Rabbiner und frühere Sonderbotschafter der USA für internationale Religionsfreiheit, David Saperstein, überzeugt. Wie er bei einem Empfang des Baptistischen Weltbundes in Arlington (bei Washington) sagte, haben „Menschen des Glaubens“ seit jeher eine wichtige Rolle im Umgang mit den Menschenrechten gespielt. Saperstein zufolge haben Juden und Baptisten ein ähnliches Verständnis von Religionsfreiheit: „Es kann keine anderen Freiheiten geben, wenn es keine Gewissensfreiheit gibt.“ Repressive Regime, die die Freiheit unterdrückten, verstießen immer auch gegen die Religionsfreiheit.

 

Saperstein erinnerte daran, dass einige Baptisten eine zentrale Rolle 1948 bei der Entstehung des 18. Artikels – Gedanken, Gewissens- und Religionsfreiheit - der allgemeinen Erklärung gespielt hätten, etwa der frühere Gouverneur von Minnesota, Harold Stassen, sowie die Baptistenpastoren Joseph Martin Dawson und Prof. James Wood. Saperstein: „Baptisten gaben der modernen Welt das Geschenk der Religionsfreiheit.“ An die Teilnehmer des Empfangs appelliert er, als moralische Führer weltweit auf Verstöße der Religionsfreiheit zu reagieren: „Denn in vielen Ländern leiden gerade Baptisten.“ Zugleich räumte er ein, dass das Engagement von Baptisten für die Religionsfreiheit „für manche Regierungen und auch Vertreter anderen Religionen beängstigend ist“.

 

 

Klaus Rösler
(13.04.2018)