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3.800 bei SPRING: Freizeit, Evangelisation, Fest, Schulung

Der langjährige Leiter - Hartmut Steeb – wurde in Willingen verabschiedet

Willingen

Eine Rekordbeteiligung verzeichnete das zum 20. Mal veranstaltete GemeindeFerienFestival SPRING in Willingen (Nordhessen). Fünf Tage lang erlebten mehr als 3.800 vorwiegend evangelische Christen – darunter zahlreiche Angehörige von Gemeinden des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden – nach Ostern eine Mischung aus Familienfreizeit, Evangelisation, Glaubensfest und Schulungskongress. 2017 waren rund 3.500 Teilnehmer gekommen. Offizielle Zahlen über die Konfessionszugehörigkeit gibt es nicht, weil sie in den Anmeldungen nicht erfragt wird, erfuhr DIE GEMEINDE. Im Abschlussgottesdienst wurde der Vorsitzende des Arbeitskreises SPRING, Hartmut Steeb (Stuttgart), verabschiedet. Der 64-Jährige – er ist auch Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz – leitete den Arbeitskreis seit seiner Gründung 1996. Das erste Festival fand 1998 statt. Neuer ehrenamtlicher Vorsitzender von SPRING ist der Leiter der Christlichen Gästehäuser Monbachtal, Armin Jans (Bad Liebenzell).

 

Zu den Hauptrednern des Treffens gehörte der Gründer und Leiter des Gebetshauses Augsburg, der katholische Theologe Johannes Hartl. Er rief Christen dazu auf, gemeinsam über Konfessionsgrenzen hinweg zum Glauben an Jesus Christus einzuladen. Hartl: „Ich habe überhaupt nicht den Anspruch, Menschen katholisch zu machen, ich will Menschen für Jesus begeistern.“ Er fühle sich auf dem Festival zwischen den vielen landes- und freikirchlichen Protestanten zuhause und verstehe nicht, warum das Wort „evangelikal“ für viele Christen eine negative Bedeutung habe: „Ich bin ja auch ein Evangelikaler. Das dürft ihr nur keinem sagen“, scherzte er. Hartl und der Leiter des Missionswerks Campus für Christus Schweiz, Andreas Boppart (Zürich), warben gemeinsam für die Initiative „Europe Shall Be Saved“ (Europa soll gerettet werden), die sich für einen geistlichen Aufbruch in Europa einsetzt. Boppart sagte, Gott beginne mit Europa ganz neu: „Wir als Christen haben die Aufgabe, da Hoffnung hineinzusprechen.“ Wenn Christen aufhörten, für die Kirche in Europa zu hoffen, „dann wird sie sterben“. Der Schweizer weiter: „Eine hoffnungslose Gesellschaft ist nie das Problem, sondern eine Kirche, die aufgehört hat, Hoffnung hineinzutragen.“

 

Klaus Rösler
(12.04.2018)