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Sechs neue Gemeindegründungsinitiativen

„Gründer:Zeit-Konferenz“: Rückschläge gehören dazu

Leipzig

– Im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden gibt es sechs neue offizielle Gemeindegründungsprojekte. Sie wurden auf der „Gründer:Zeit-Konferenz“ des Dienstbereichs Mission in Leipzig vorgestellt. Es handelt sich um die Initiativen: „Windflüchter“ Barth, BETANIA-Gemeinde Nürnberg, Internationale Baptistengemeinde Schenefeld, Amazing Grace Baptist Church Hamburg, „Heimatgeber“ Henningsdorf und das Projekt „Kirche für Aschaffenburg“. Bis auf die Aschaffenburger waren alle vor Ort vertreten. Der Referent für Gemeindegründung, Klaus Schönberg (Waldeck), erklärte, dass jede Gemeindegründung ein solides Fundament in Christus braucht. Nach seinen Worten gibt es derzeit im Bund 22 offiziell anerkannte und geförderte Gründungsprojekte. Davon gehören drei zur Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinde. Drei neue baptistische Projekte seien in der Vorbereitung. Von einem Projekt in Frankfurt am Main habe man sich getrennt.

 

Zusammen mit dem Leiter der Inlandsmission des Bundes Freier evangelischer Gemeinden (FeG), Sascha Rützenhoff (Witten), wies er die 60 Besucher der Tagung darauf hin, dass jede Gründungsarbeit langfristig betrachtet werden müsse. Dabei gelte es, Rückschläge als Trainingsfeld für Widerstandskraft zu verstehen. Sie gehörten zu einem Gründungsvorhaben dazu. Entscheidend sei es, in Menschen zu investieren – sowohl im Blick auf die Zielgruppe wie auch auf die Teammitglieder. 

Einige Gemeindegründer berichteten über ihre Erfahrungen. Auf dem Treffen wurde zum ersten Mal der Gründerpreis „Ecclesiopreneur des Jahres“ vergeben. Das ist eine Wortschöpfung aus Ecclesia (Kirche) und Entrepreneur (unternehmerischer Gründer). Nach einer Abstimmung im Publikum ging der Preis an die Gemeinde Klinga (bei Leipzig). Die Gemeinde bietet eine umfangreiche Chorarbeit im Ort an und lädt zu Mitmachgottesdiensten ein. Das Projekt war im vergangenen Jahr in der Zeitschrift DIE GEMEINDE ausführlich vorgestellt worden. Wie Missionsreferent Christopher Rinke (Weimar bei Marburg) der GEMEINDE sagte, verstanden es die Mitgründer aus Klinga, Torben Menzel und Katharina Dörr, offenbar, „ähnlich wie in ihrer musikalischen Arbeit vor Ort, auch den Konferenzteilnehmenden den Herzschlag ihrer Arbeit zu vermitteln – mit Leidenschaft für die Sache Gottes“. Bei dem Gründerpreis handelt es sich um eine 13 Zentimeter große schwarze Holzkugel aus Eiche mit Unterlage. Die Kugel soll Gründer symbolisieren, „die den Ball ins Rollen bringen". Wie bekannt wurde, sucht die Gemeinde Klinga nach einem Pastor. Eine halbe Stelle kann sie finanzieren.

 

Cris Zimmermann stellte die von ihm gegründete „Kirche in Aktion“ im Rhein-Main-Gebiet vor. Neben Gottesdiensten in Frankfurt am Main, Mainz, Wiesbaden und Darmstadt organisiert sie auch Benefizveranstaltungen und Events. Wie er sagte, zeichnen sich Gemeindegründer vor allem durch Leidenschaft, Durchsetzungskraft, Geschwindigkeit und Intuition aus.

 

Klaus Rösler
(09.02.2018)