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Neue Baptistengemeinde in Barth gegründet

Aus einem Hauskreis entstand eine neue Initiative: Schon 36 Gottesdienstbesucher

Barth

In der Kleinstadt Barth an der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern gibt es wieder eine Baptistengemeinde. Sie wurde am 4. Februar in einem Festgottesdienst offiziell als Gemeindegründungsprojekt des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden anerkannt. Die Initiative zur Gründung ging von dem Tischlermeister Christian Hinrich (Barth) aus. Bis 1990 hatte es noch eine Gemeinde in Barth gegeben – als Zweiggemeinde von Stralsund. Sein Urgroßvater war Prediger dort, sein Großvater Gemeindeleiter. Doch als dieser starb, löste sich die Gemeinde auf. Christian Hinrich engagierte sich daraufhin in der knapp 40 Kilometer entfernten Gemeinde Stralsund.

 

Doch irgendwann kam ihm die Idee, in Barth wieder eine Gemeinde zu gründen. Er nahm Kontakt zum Referenten für Gemeindegründung, Klaus Schönberg (Waldeck), auf. Der ermutigte ihn, das Vorhaben in die Tat umsetzen. „Bisher hatten wir in Barth einen Hauskreis, trafen uns also regelmäßig mit Gleichgesinnten im Wohnzimmer zum Bibellesen oder anderen gemeinsamen Aktivitäten“, sagte er der GEMEINDE. Zusammen mit Freunden ließ er sich zwei Jahre lang an der Evangelisch-Freikirchlichen Akademie Elstal zum Gemeindegründer ausbilden. Inzwischen gehören 36 Erwachsene und 16 Kinder zur neuen Gemeinde. Zu den Gottesdiensten einmal im Monat treffen sich alle in den Räumen der Barther Lebenshilfe. Die Gottesdienste gestalten sie komplett in Eigenregie.

 

Darüber hinaus haben die Baptisten in einer ehemaligen Schule zwei Räume angemietet, in denen Gruppentreffen stattfinden. In Planung ist der Aufbau einer baptistischen Pfadfindergruppe. Es gibt auch einen Männerkreis und einen Frauenstammtisch. In einem Bericht der Ostseezeitung heißt es dazu: „Dann gehen sie bowlen und kommen mit Nicht-Christen ins Gespräch.“ Das ist Christian Hinrich ganz wichtig, dass man nicht unter sich bleibt, sondern auch andere Einwohner mit dem Evangelium erreicht.

 

Klaus Rösler
(07.02.2018)