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Kunst und Kitsch

Ausstellung über Religiöse Volkskunst in der der Gemeinde Moorhusen

Südbrookmerland

Eine ungewöhnliche Ausstellung war eine Woche lang in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Moorhusen in Südbrookmerland zu sehen: „Religiöse Volkskunst – Das Christentum in Kunst und Kitsch“. Außergewöhnlich war dabei das Zustandekommen der Ausstellung. Die Gemeinde hatte in der Lokalpresse dazu eingeladen, Ausstellungsgegenstände vorbeizubringen, teilte Gemeindepastor Martin Bauer der GEMEINDE mit. Man hoffte auf Gemälde, Skulpturen, Krippen, Schmuckbibeln, Kreuze, Schnitzereien, Schmuckstücke, Engel. Am ersten Tag nach dem Aufruf sei aber gar nichts passiert. Doch anschließend habe ein regelrechter Run auf die Gemeinde eingesetzt. Am Ende habe man über 300 Ausstellungsstücke zusammen gehabt. Man habe sie zu Themenbereichen wie Engel, Kreuze, Hirte oder Liebe zusammengestellt, passende Bibelverse dazu herausgesucht und Schilder angefertigt. 139 Personen hätten vorbeigeschaut. Bauer: „Das ist für einen kleinen Ort wie Moorhusen, wo es keine Laufkundschaft gibt, gar nicht schlecht ist.“ Jeder Besucher habe beim Verlassen der Ausstellung eine Karte mit einem Leuchtstern und einem Segenswunsch für die Weihnachtszeit erhalten. Besonders gefreut habe er sich über ein Ehepaar. Die beiden Leute wohnten nach eigenen Angaben seit 40 Jahren in der Nachbarschaft der Gemeinde – und hätten zum ersten Mal das Gemeindehaus betreten. Die Ausstellung wurde mit einem Grußwort des Bürgermeisters von Südbrookmerland, Friedrich Süßen, und einer Andacht von Pastor Martin Bauer eröffnet. Nach den Worten von Bauer hat es sich bewährt, vor Weihnachten immer eine Ausstellung im Gemeindehaus anzubieten. Die Ausstellung „Religiöse Volkskunst“ könne er auch anderen Gemeinden empfehlen. Die Gemeinde Moorhusen hat 35 Mitglieder.

 

Klaus Rösler
(06.12.2017)