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Christen feierten in der Ukraine das Reformationsjubiläum

Auch die Baptisten feierten unter den 200.000 Besuchern mit

Kiew

Rund 200.000 evangelische Christen haben auf den Straßen der ukrainischen Hauptstadt Kiew das 500. Reformationsjubiläum gefeiert. Das Treffen stand unter dem Psalmwort „Wer Dank opfert, preiset mich“ (Psalm 50,23). Unter den Teilnehmern waren neben Lutheranern auch Reformierte, Methodisten, Mennoniten, Baptisten, Adventisten und Anglikaner. Der Präsident des ukrainischen Baptistenbundes, Valerii Antoniuk (Kiew), sagte: „Wir streben danach und beten für das Reich Gottes, dass es das Herz jedes Ukrainers erfüllt und so unsere Dörfer und Städte verändert werden, so dass jede Familie Gott preisen kann.” Ein Höhepunkt war der Auftritt des als „Mann ohne Gliedmaßen“ bekannten christlichen „Motivationsredners“ Nick Vujicic. Er unterstrich die Macht der Vergebung. Seine Ansprache wurde in neun Sprachen übersetzt und in 26 Länder übertragen, berichtete der Baptistische Pressedienst der Ukraine.

 

Geistliche vieler Konfessionen forderten in ihren Reden, dass endlich Frieden in der Ukraine einkehren müsse. Sie beteten auch dafür. Im Osten des Landes tobt seit 2014 ein bewaffneter Konflikt. Prorussische Kräfte kämpfen für die Abspaltung der zwei durch sie proklamierten Volksrepubliken Donezk und Luhansk von der Ukraine. Sie werden durch russisches Militär unterstützt.

 

Darüber hinaus wurde immer wieder für eine geistliche Erneuerung der Ukraine gebetet.  Von den 45,2 Millionen Einwohnern gehören rund 70 Prozent drei verschiedenen orthodoxen Kirchen an. Zwölf Prozent sind griechisch-katholisch, jeweils zwei Prozent muslimisch und protestantisch sowie ein Prozent römisch-katholisch. Zum Bund der Baptistengemeinden der Ukraine gehören 2.400 Gemeinden mit 125.000 Mitgliedern.

Klaus Rösler
(05.10.2017)