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50 Jahre Gemeindehaus in Chemnitz

Erst Erntedank gefeiert – dann das Jubiläum

Chemnitz

Das Gemeindezentrum der Chemnitzer Baptisten ist 50 Jahre alt geworden. Es bietet 200 Besuchern Platz. Wie die „Freie Presse“ berichtet, kann sich Gemeindemitglied Wolfgang Bernitz noch gut an den Bau erinnern. „Wir haben damals Ziegel geschleppt für die Arbeiter", sagt der 85-jährige langjährige Chorleiter in der Gemeinde. Bei der Errichtung habe es sich seinerzeit um eine Maßnahme im Rahmen des „Nationalen Aufbauwerks" gehandelt. Tausende DDR-Bürger hätten damals unentgeltlich und in ihrer Freizeit an Bauprojekten mitgewirkt, die einem gemeinschaftlichen Interesse dienten.

 

Ursprünglich war die 1894 gegründete Gemeinde andernorts in der Stadt heimisch. Doch das Haus wurde im Zweiten Weltkrieg ausgebombt. 1954 sei dann aus dem Nachlass eines verstorbenen Kaufmanns das heutige Grundstück erworben und die darauf befindliche Wohnhaus-Ruine saniert worden. Die Genehmigung für den Kapellenneubau gab es nach einigem Hin und Her allerdings erst 1964. Dass die Stadt seinerzeit auch dem Einbau eines rund 2,50 Meter mal 1,50 Meter großen Taufbeckens zustimmte, dafür ist für Interimspastor Manfred Schramm heute noch dankbar. „Das war damals keine Selbstverständlichkeit", sagt der 74-Jährige. Das 50-jährige Bestehen feierte die Gemeinde nur im kleinen Rahmen. Denn 2019 steht der 125 Jahrestag der Gründung der Gemeinde an.

 

Wie Schramm, der auch als Gemeindeleiter amtiert, der GEMEINDE sagte, habe man im Anschluss an den Erntedankgottesdienst noch einen Festgottesdienst gefeiert. Leider habe Martha-Maria Lippold, die Witwe des früheren Gemeindepastors Günter Lippold, aus gesundheitlichen Gründen daran nicht teilnehmen können. Lippold war Pastor im damaligen Karl-Marx-Stadt, als das Gemeindehaus errichtet wurde. Aber einige ältere Geschwister hätten den Bau noch miterlebt. Mit Dias und mit Geschichten wurde an diese Zeit erinnert. Mit Mittelpunkt des Festes habe der Dank an Gott gestanden. Die Gemeinde hat 125 Mitglieder.

 

Klaus Rösler
(05.10.2017)