drucken Diese Nachrichten werden kostenlos von der OnckenStiftung zur Verfügung gestellt. Wenn Sie uns unterstützen wollen, können Sie das hier tun.

Las Vegas: Baptisten bieten Seelsorge und Gebete

59 Tote, über 500 Verletzte – die Suche nach dem Motiv hält an

Las Vegas

– Während die Motive des Attentäters von Las Vegas weiter im Unklaren liegen, bieten die Baptistengemeinden in der Stadt den verstörten Menschen seelsorgerliche Hilfe an. Das berichtet die US-Nachrichtenagentur Baptist Press. Nach Angaben der Polizei hat der 64-jährige Stephen Paddock aus einem Zimmer im 32. Stockwerk des Hotels Mandalay Bay Resort 59 Besucher eines Country-Festivals in Las Vegas erschossen und über 500 verletzt. Dies sei der bisher folgenschwerste Anschlag mit Schusswaffen in der Geschichte der USA gewesen.

 

Unterdessen teilte die baptistische Hoffnungsgemeinde in der Nähe des Flughafens von Las Vegas mit, dass sie rund um die Uhr geöffnet bleibe, um mit Ratsuchenden zu beten oder sie seelsorgerlich zu betreuen. Viele Touristen seien stark verunsichert, auch wenn sie das Geschehen nicht direkt miterlebt hätten. Gemeindepastor Vance Pittmann ermutigte seine Gemeinde, für die Verletzten Blut zu spenden. Obwohl über 60 Prozent der 2,2 Millionen Einwohner von Las Vegas keinen kirchlichen Bezug hätten, wolle man vielen nun Trost aus der Bibel spenden. Auch inmitten dieser Tragödie sei Gott anwesend. In Las Vegas gibt es 118 Baptistengemeinden.

 

Der Präsident der Südlichen Batisten, Steve Gaines (Memphis/Tennessee), drückte in einer Erklärung sein Mitgefühl aus: „Die Herzen und Gebete der Südlichen Baptisten sind bei den Familien der Getöteten und Verletzten.” Den Anschlag verurteilte er als „teuflisch“. Der geschäftsführende Direktor der Südlichen Baptisten, Frank S. Page, beklagte, dass die Gewalt in Amerika stark zugenommen habe: „Das Böse ist mitten unter uns und hat sich erneut in dieser Gewalttat gezeigt.“ Er hoffe, dass dies sein Weckruf sei: „Gott stehe uns bei.“

 

Klaus Rösler
(05.10.2017)