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Dank Kirchenasyl: Gemeinde Trier findet neue Räume

Vermieter wollten das Kirchenasyl für einen Iraner nicht akzeptieren

Trier

Ein inzwischen glücklich beendetes Kirchenasyl in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Trier hat dazu geführt, dass die Baptisten neue Räume gefunden haben. Das bestätigte Gemeindeleiter Rüdiger Neuschäfer der GEMEINDE. Zu den Einzelheiten: Die kleine, 40 Mitglieder zählende Gemeinde gewährte einem Flüchtling aus dem Iran seit dem Jahresanfang Kirchenasyl, um ihn vor einer Abschiebung zu schützen. Nach drei Wochen habe die Gemeinde daraufhin Ärger mit dem Vermieter des Hauses bekommen. Sie habe eine Abmahnung mit der Drohung erhalten, dass wenn die Gemeinde das Kirchenasyl nicht beendete, ihr die Räume fristlos gekündigt würden. Neuschäfer: „Wir konnten durch einen ‚Hilferuf’ in die Trierer Evangelischen Allianz ein Ausweichasyl finden.“ Und binnen drei Wochen habe die Gemeinde auch schönere und größere Gemeinderäumen anmieten können. Aus dem alten Mietvertrag sei die Gemeinde zehn Monate eher als vereinbart herausgekommen. Bereits im März 2016 hatte die Gemeinde beschlossen, umzuziehen, wenn sie neue Räume finde. Das Kirchenasyl habe diesen Prozess beschleunigt. Inzwischen wurde vom Bundesamt für Migration anerkannt, dass bei dem Asylbewerber ein Härtefall vorliege.

 

Wie Neuschäfer weiter erläuterte, sind die neuen Räume in etwa gleich groß wie die alten. Doch sie lägen auf einer Etage. Vorher waren sie auf zwei Stockwerke verteilt. Zudem sei die Gemeinde aus einem Hinterhof an eine Hauptstraße umgezogen. Man habe nun auch bessere Sanitäranlagen und das neue Haus erfülle alle Brandschutzauflagen.

 

Klaus Rösler
(02.06.2017)