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1.350 Gottesdienst in 25 Jahren gefeiert

Gemeinde Bad Schwalbach feiert das Jubiläum ihrer Kreuzkirche

Bad Schwalbach

Mit einem Grillfest und einem ökumenischen Festgottesdienst hat die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Bad Schwalbach im Taunus das 25-jährige Bestehen ihrer Kreuzkirche gefeiert. Dabei wurde daran erinnert, dass das Gemeindehaus vor elf Monaten Opfer eines Feuers wurde. Dabei entstand ein Sachschaden von 170.000 Euro, sagte Gemeindeliter Jan Holthuis. Da die Gemeinde ökumenisch gut vernetzt sei, habe sie in der Renovierungsphase ihre Gottesdienste in der evangelischen Martin-Luther-Kirche und die übrigen Veranstaltungen im katholischen Landgraf-Ernst-Haus abhalten können. Gemeindepastor Lothar Peitz ist begeistert von der „sehr guten Ökumene“ in der Stadt. Das Jubiläum sei auch eine Möglichkeit, der Feuerwehr und den Handwerkern zu danken. Pastor und Gemeindeleiter haben eine ungewöhnliche Zahl parat: 1.350 Gottesdienste wurden in der Kreuzkirche im vergangenen Vierteljahrhundert gefeiert. Wichtig sei das Haus auch für die Musik in der Stadt. Holthuis: „Fast alle Klavierlehrer in Bad Schwalbach nutzen unsere Räume.“ Die Festpredigt hielt Pastor Jochen Jäger aus der früheren „Muttergemeinde“ Wiesbaden. Er ermutigte die Gemeinde, das Gebet als Kernkompetenz der Christen neu in den Blick zu nehmen. Bitten als Teil des Gebetes sei weit mehr als die Bedienung eines Automaten.

 

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg siedelten sich geflohene Baptisten in Bad Schwalbach an. Sie nutzten zunächst den Musiksaal in der ehemaligen Mittelschule für ihr Gemeindeleben. Dann wechselten sie ins alte und ins neue evangelische Gemeindehaus an der Martin-Luther-Kirche, ehe sie 1985 den Speisesaal des früheren Hotels „Quellenhof“ mieteten. Anfang Mai 1992 wurde die Kreuzkirche in der Erbsenstraße eingeweiht. Damals war die Gemeinde noch Zweigstelle der Gemeinde in Wiesbaden. 1996 wurden sie mit über 70 Mitgliedern selbstständig.

 

Der Raum, in dem im vergangenen Jahr das Feuer ausgebrochen war, erhält eine neue Funktion. Dort soll nun ein Begegnungscafé eingerichtet werden. Es öffnete am 1. Juni. Künftig sollen dort alle 14 Tage donnerstags von 16 bis 18 Uhr Menschen über Generationengrenzen hinweg zusammenfinden können. Wie Peitz der GEMEINDE mitteilte, ist es auf unterschiedliche Zielgruppen ausgerichtet: Jung und Alt, Familien und Alleinerziehende wie Singles, Angehörige verschiedener Kulturen, Einheimische, Migranten und Flüchtlinge. Deshalb habe man das Einladungsfaltblatt bewusst viersprachig verfasst: Deutsch, Englisch, Arabisch, Persisch. Die Gemeinde hat rund 40 Mitglieder.

 

Klaus Rösler
(31.05.2017)