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Sehnsucht nach lebendiger Gemeinde

Regionaler Gemeindetag der westthüringischen Gemeinden in Eisenach

Eisenach

„Sehnsucht nach lebendiger Gemeinde“, so war ein Regionaler Gemeindetag in Eisenach überschrieben, zu dem die örtliche Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde eingeladen hatte. Über 200 Gäste aus den westthüringischen Gemeinden Oberellen, Bad Salzungen, Schmalkalden, Gotha und Mühlhausen waren mit dabei. Das Treffen fand in der Nikolaikirche der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde statt, da das baptistische Gemeindezentrum zu klein gewesen wäre. Den Auftakt bildete ein gemeinsamer Gottesdienst – mit Glockengeläut und ein Präludium mit Orgel und Trompete. Die Chöre aus Eisenach, Oberellen und Schmalkalden hatten sich auf gemeinsame Lieder verständigt und gestalteten als großer Chor das Treffen mit. Die Eisenacher Jugendband leitete den Lobpreis. Den Abschluss bildete eine achtstimmige Bach-Motette. „Da wurde musikalisch ein weiter Bogen gespannt“, teilte der Eisenacher Gemeindeleiter, Friedhelm Giesler, der GEMEINDE mit.

Pastor Volker Dust (Eisenach) schilderte in seiner Predigt die zwei Seiten der Sehnsucht: als Motor des Handelns und Strebens, aber auch als Belastung und schmerzliche Erfahrung. Wie er sagte, sehnt Gott sich nach seinen Menschen. Umgekehrt fänden die Menschen in ihrer Sehnsucht nach Gott einen Ansprechpartner in Jesus.

Am Nachmittag stand ein „Talk nach 1“ auf dem Programm. Alle sechs teilnehmenden Gemeinden hatten eine kurze dreiminütige Präsentation mitgebracht, über die die Teilnehmer in einer Gesprächsrunde miteinander austauschten. Deutlich wurde, dass es viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede gibt. Ein Fürbitte-Ketten-Gebet, in dem immer ein Vertreter einer Gemeinde konkret für eine Nachbargemeinde betete, beendete diesen Teil. Den Ausklang bildete ein gemeinsames Kaffeetrinken. Das war nach Gieslers Worten ein durchaus wichtiger Teil des Tages, weil alte Kontakte gepflegt und neue geschlossen wurden. Giesler: „Viele dankbare und ermutigende Reaktionen sind bei mir angekommen.“ So sei angeregt worden, ein solches Treffen alle zwei Jahre zu organisieren. Giesler: „Wir haben eine Sehnsucht nach lebendiger Gemeinde und dort, wo wir sie erleben, stärkt und ermutigt uns das.“

Klaus Rösler
(23.06.2017)