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Mit einem Oldtimer um die Welt

Weltenbummlerin Heidi Hetzer zu Gast bei den Baptisten in Charlottenburg

Berlin

Einen ungewöhnlichen Gast konnte die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Berlin-Charlottenburg bei einer Podiumsdiskussion begrüßen: die 80-jährige Weltenbummlerin Heidi Hetzer. Erst im Frühjahr hatte sie eine dreijährige Weltreise beendet. Bezirksbürgermeister Reinhard Nauman und Pastor Hendrik Kissel von der „Friedenkirche“ hatten die erfolgreiche Unternehmerin und ehemalige Rennfahrerin gemeinsam eingeladen.

 Heidi Hetzer gehört zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Berliner Wirtschaft und ist sozial stark engagiert. Mit Witz und Tiefgang berichtete sie aus ihrem nicht immer leichten Leben, sagte Kissel der GEMEINDE. Als gelernte Kfz-Mechanikerin und übernahm sie mit 31 Jahren das Unternehmen ihres Vaters: Opel Hetzer. Sie baute das Charlottenburger Unternehmen zu einem der größten Autohäuser Berlins aus.
 Ihren „Ruhestand“ begann sie mit einer Reise um die Erde. Mit 77 Jahren verkaufte sie ihr Unternehmen und fuhr mit einem Oldtimer (Baujahr 1930) bei maximal 60 Stundenkilometern von Osteuropa nach Teheran. Anschließend ging es über China weiter nach Australien. 2015 kam sie in Neuseeland an. Auf dem amerikanischen Kontinent fuhr sie durch Kanada, die USA und Südamerika. 2016 erreichte sie Südafrika und durchquerte den Kontinent. Am 12. März 2017 kam sie wieder in Berlin an.

 Am Ende des Abends appellierte sie an das Publikum, doch öfter mal in die Kirche zu gehen. Sie begründete dies mit ihrem Glauben an „eine Art Schicksal oder doch eher an eine höhere Macht“. Dieser „danke sie jeden Abend - bei einer Zigarette“.

Nach den Worten von Kissel waren viele Besucher so begeistert von der Seniorin, dass sie baten, den Talkabend zu wiederholen

Klaus Rösler
(17.11.2017)