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Tübinger OB: Wo Glaube ist, ist auch ein Lächeln

150 Jahre baptistische Kreuzkirche in Tübingen: Lob für Kita

Tübingen

– Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat die baptistische Kreuzkirche in der Stadt gewürdigt. Zur Jubiläumsfeier aus Anlass des 150-jährigen Bestehens hielt er die Festrede. Darin zitierte er den Reformator Martin Luther: „Wo Glaube ist, ist auch ein Lächeln.“ Das sei ihm in der Kreuzkirche vielfach begegnet. Palmer erinnerte an ein Gespräch mit einer Frau aus der Gemeinde, die ihm gesagt habe: „Mögen die Medien Sie auch nicht lieben: Gott liebt sie.“ Er zeigte sich angetan von der Musik im Gottesdienst, die einen Querschnitt von alter und neuer Kirchenmusik bot, wie auch um öffentlichen Engagement der Gemeinde. Er verwies auf die 2014 eingerichtete Kindertagesstätte der Gemeinde, die mit 40 Kinder voll belegt sei.

 

Die Festpredigt hielt der Generalsekretär des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, Christoph Stiba (Wustermark bei Berlin). Er ging darin der Frage nach, was Menschen antreibt. Für ihn sei das Jesus Christus. „Die Gemeinde ist für Menschen ein Ort der Hoffnung“, sagt er. Doch es dürfe nicht allein bei Gottesdiensten bleiben, sondern Nächstenliebe müsse konkret werden: „Wir müssen unserer Aufgaben in der Gesellschaft sehen und wahrnehmen.“ Es sei ein Skandal, dass Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken.

Gemeindeleiter Rainer Hallenberger bekräftigte Stibas Worte: „Menschen sollen einander begegnen und helfen.“ Deshalb wolle die Gemeinde einen Beitrag zum Wohl der Stadt leisten. Der frühere Gemeindeleiter Hans-Peter Willi sagte, dass die Welt immer säkularer werde. Deshalb müssten Christen konfessionsübergreifend zusammenstehen, etwa in der Evangelischen Allianz: „Wir sollten das, was uns ein, voranbringen.“

 

Nach einem Mittagessen nach dem Gottesdienst erinnerte die Gemeinde an verschiedenen Stationen an ihre Geschichte. Unter anderem gab es eine 17 Meter lange Zeitleiste, auf der die wichtigsten Ereignisse in der Gemeindegeschichte festgehalten waren, etwa die Eröffnung des ersten Gemeindehauses 1912, die Armenspeisung in den Jahren 1947/48 und die Eröffnung der Kreuzkirche 1962. Das Feste endete mit einem Luftballonstart. Die Gemeinde, in der Lars Heinrich als Pastor tätig ist, hat über 220 Mitglieder.

Klaus Rösler
(12.07.2019)