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Ein Erinnerungsfoto mit Martin Luther King

Der BEFG auf dem Kirchentag in Dortmund

Dortmund

Sich einmal mit Martin Luther King fotografieren lassen. Das war am Stand des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) auf dem Markt der Möglichkeiten beim Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 19. bis 23. Juni in Dortmund möglich. Wie das? Dort gab es einen lebensgroßen Pappaufsteller des US-Bürgerrechtlers und Baptistenpastors: Mit überschlagenen Beinen, Zigarette in der Hand und dem Gesicht zur Seite gewandt, wirkte er so, als würde er sich mit jemandem unterhalten. Viele Besucher ließen sich mit King fotografieren, heißt es in einem Bericht auf der Homepage des Bundes von Jasmin Jäger, die zu den Standmitarbeitern gehörte.

„Was ist dein Traum für eine bessere Gesellschaft?“ Diese Frage wurde an eine Leinwand geworfen, und jeder konnte online seinen Traum aufschreiben: „Mehr Klimaschutz, Freiheit, Rücksichtnahme, Frieden und Freundlichkeit. Jemand formulierte: „I have a dream… ich träume von Respekt zwischen den Menschen und gegenüber der Umwelt.“

Martin Luther King und seine Anliegen wurden auch bei der Aufführung des Chormusicals „Martin Luther King – Ein Traum verändert die Welt“ am Donnerstagabend sichtbar. Der Bund ist Kooperationspartner des Musicals. Nach der Kirchentagsaufführung geht das Musical 2020 auf Tournee – eine Chance für alle, die nicht in Dortmund waren.

Am Stand des Bundes ging es nicht nur um King. Seit zehn Jahren bietet Pastor i. R. Friedrich Kleibert (Wildeshausen), Holzarbeiten an: Kreuze, Fische, Elche, Rosen oder Notenschlüssel aus Wachholderholz hatte er vorbereitet. Die Standbesucher konnten die Formen weiter bearbeiten. Das stieß – wie in den Vorjahren – auf große Begeisterung: „Die letzten Jahre war ich auch schon an diesem Stand“, schwärmte eine Teilnehmerin. „Man muss gar nicht viel reden, man kann einfach nur vor sich hin schleifen. Bei dem vielen Programm ist das ein guter Ausgleich.“ Eine andere Teilnehmerin berichtete, dass sie mit den Holzteilchen ihren Glauben ausdrücke. Nach acht Jahren im Dienst der Gemeinde Wildeshauses (bei Bremen) war Kleibert vor kurzem in den Ruhestand verabschiedet worden. Er hatte in der Gemeinde eine 60-Prozent-Stelle und war auch in den Gemeinden Achim, Bad Zwischenahn und Nordenham mit Teilzeitaufträgen tätig.

Mit am Stand waren auch Gabriele Löding (Lüneburg), Referentin für Diakonie, Regionalreferent Ost Benno Braatz (Elstal) und Regionalreferent Süd Christopher Rinke (Marburg) sowie Studenten der Theologischen Hochschule Elstal aktiv. „Das ist mein erster Kirchentag und ich finde es interessant, bewusst als Baptistin hier zu sein und anderen zum Beispiel von unserem Taufverständnis zu erzählen“, so Studentin Svenja Burmann.

Klaus Rösler
(28.06.2019)