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Geflüchtete kommen zu Jesus

Mehr als hundert Menschen aus über 16 Nationen feierten in der EFG Passau

Passau

Einen Film über die Geburt von Jesus auf Arabisch, Weihnachtslieder von Deutschen, einem Marokkaner und einem Iraner in ihren eigenen Sprachen und ein orientalisches Buffet. Das erlebten Anfang Dezember mehr als hundert geflüchtete Menschen aus Passau und Umgebung. Sie kamen aus über 16 Nationen, darunter viele Familien mit Kindern, in die Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde. Das berichtet Gemeindemitglied Hilde Müller-Zehentbauer. Ein ehemaliger Imam aus Pakistan berichtete, wie die liebevolle Begegnung mit griechischen Christen ihn von seiner radikalen islamischen Haltung hin zu Jesus geführt habe. Statt Moschen zu gründen, wie er eigentlich geplant hatte, erzähle er nun Geflüchteten von der Liebe Gottes durch Jesus. Er gehört zu einer befreundeten farsisprechenden Gemeinde aus Frankfurt, aus der rund zehn Mitgliedern angereist waren, um die Feier zu unterstützen. Auch der in Passau tätige Missionar Herbert Hong, ein US-amerikanischen Baptistenpastor südkoreanischer Abstammung, trug zum Gelingen der Feier bei. Sie fand zum zweiten Mal statt.

„Dieses große Fest war nur möglich, da viele Geflüchtete vor allem aus Afghanistan und Iran, Syrien und dem Irak in der Gemeinde ihren Glauben an Jesus leben und aktiv mitgeholfen haben“, freut sich Hilde Müller-Zehentbauer. Sie bereiteten vor, kochten, bedienten, sangen, tanzten und freuten sich, gemeinsam anderen eine Freude machen zu können. Ein iranischer Christ meinte am Ende der Feier, dass es für ihn etwas ganz Neues sei, Liebe, Vergebung und Hilfsbereitschaft zu leben. Dass er aber diese Art zu leben - Jesus nachzufolgen - um nichts auf der Welt mehr gegen sein altes leeres Leben tauschen möchte.

Schon seit 2015 engagierte sich Hilde Müller-Zehentbauer in der Flüchtlingshilfe. Sie bot zuerst für unbegleitete Jugendliche Malkurse an, da am Anfang die Sprachbarriere sehr hoch gewesen sei. Einige Monate später engagierte sie sich mit einem Helferkreis bei Familien mit Kindern. Später bot sie in einer neu errichteten Gemeinschaftsunterkunft Malen für erwachsene Männer an. Nach gut einem halben Jahr sei ein junger Afghane auf sie zugekommen und habe sich Kontakt zu einer christlichen Kirche gewünscht. Mit ihm habe die erste Gruppe von Geflüchteten in der Gemeinde begonnen. Der junge Mann habe andere Afghanen mitgebracht, später kamen Syrer, Iraker und ein Ägypter. Weitere Unterstützung kam von Jamal Khgache, einem marokkanischen Christen, der viel persönliche Erfahrung mit dem Islam mitbrachte, und Nico Borrissov, dem Gemeindediakon.Nach den ersten Glaubenskursen mit Übersetzung wurden nach einem halben Jahr die ersten Geflüchtete getauft. Es sei aber auch vermehrt zu Angriffen auf die Konvertiten gekommen aus ihrem islamischen Umfeld in den Asylheimen. „Diese Menschen aus islamischem Hintergrund erlebten Beschimpfungen und Bedrohungen wegen ihrer Hinwendung zu Jesus“, hat Hilde Müller-Zehentbauer erfahren. 2017 entstand die zweite Gruppe in der Gemeinde. Jede Woche brachten die Iraner an Jesus interessierte oder bereits im Iran konvertierte Christen, die dort massiv verfolgt wurden, mit in die Gruppe. Die Gemeinde hat 271 Mitglieder.

Hilde Müller-Zehentbauer/Nicola Bourdon
(02.01.2019)