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Einladung zur Begegnung mit dem lebendigen Gott

Drei Taizé-Abende in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Köln-Süd

Köln – Advent ist die Zeit des Wartens und Erwartens. Doch was erwarten wir eigentlich? Diese Frage stellten sich die Mitglieder derEvangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (EFG) Köln-Süd. So luden sie zu drei Taizé-Abenden ein am 7., 14. und 21. Dezember 2018. Es wurde gemeinsam gebetet, gesungen und Stille gehalten. Das berichtet Gemeindemitglied und Initiatorin Juliane Heldt. Es kamen jeweils zwischen zehn und 20 Interessierte. „Das klingt vielleicht unspektakulär, aber für uns als kleine Gemeinde mit 50 Mitgliedern ist es schön zu sehen, dass an jedem Abend neben Mitgliedern auch andere Besucher kamen, Menschen, die nicht regelmäßig unsere Gottesdienste besuchen, Bewohner des Viertels, Freunde und Arbeitskollegen - und dass fast alle Teilnehmer des ersten Abends wiederkamen und neue Leute mitbrachten. Es hat sich gelohnt!“, freut sich Juliane Heldt.

Die schlichten und besinnlichen Gebete lenkten den Blick weg vom geschäftigen Adventsalltag der Großstadt und hin zu Christus, berichtet sie weiter. Ein besonderer Raum sollte geschaffen werden, der zur Begegnung mit dem lebendigen Gott einlädt. Das geschah durch eine schlichte Dekoration mit viel Kerzenlicht, einem Kreuz und einer offenen Bibel. Die Teilnehmer konnten auf dem Boden sitzen oder knien, aber auch Stühle standen bereit. Sobald sie den Raum betraten, erklangen leise Taizé-Gesänge, gesprochen wurde nicht. Jeder suchte sich einen Platz und konnte erst einmal – im Sinne des Advents – ankommen. Dann begann die eigentliche Liturgie: Kurze, oft wiederholte Gesänge im Wechsel mit Lesungen eines Psalms und weiterer Bibeltexte, eine Zeit der Stille mit anschließender Fürbitte oder Lobpreis, das gemeinsame Vaterunser und zum Abschluss der Segen. Leise klang der Abend mit weiteren Gesängen aus, die auch noch innerlich weiterklingen konnten. Warum gerade Taizé-Gebete? „Im kirchlich geprägten Köln ist den meisten die ökumenische Brudergemeinschaft von Taizé (Burgund/Frankreich) mit ihren Jugendtreffen und täglichen Gebetszeiten noch von Firmungs- und Konfifahrten in guter Erinnerung“, erklärt Juliane Heldt. Dort leben hundert Brüder aus mehr als 25 Ländern.

„Es war großartig zu sehen, mit wie viel Begeisterung und Vorfreude sich all die unterschiedlich geprägten und begabten Leute beim Einladen von Gästen, in der Vorbereitung und Gestaltung der Abende eingebracht haben“, so das Fazit.

 

Juliane Heldt/Nicola Bourdon
(02.01.2019)